Diesen Monat neu im Sortiment meiner Antworten sind die Femmeschwelle von @Lunis_Moon
Danke für die Arbeit und einige Anspruchsvolle Fragen. 💚🙏🏾

Die Prompts sind hier zu finden:
https://literatur.social/@Lunis_Moon/115984066358220383

#FemmeSchwelle #Februar2026

Lunis Moon (@[email protected])

Attached: 1 image Ich möchte diesen Monat auch mal eine Frage-Prompt-Sache machen, auch zu Geschichten wie #PhantastikPrompts, aber für Lesende und Schreibende und zu einem bestimmten Thema: Die #Femmeschwelle. Dabei geht es um Feminismus und unseren Umgang damit, wo es Hemmungen gibt und wo wir unseren Platz darin finden oder auch nicht. Vielleicht erfordern manche Fragen ein wenig Mut, – mir zumindest. Die Fragen passen nicht in den Alt-Text, daher sind sie in den Replyes.

literatur.social

1.2.26
Was ist das feministischste, was du schonmal in einer Geschichte gelesen/geschrieben hast?

1/2
Gelesen:
Ammonit, US, O-Titel Ammonite: Nicola Grifffith ©1993 in der Deutsche Übersetzung von Ingrid Hermann ©1997 Willhelm Heyne Verlag ISBN 3-453-11909-6.

Eine Geschichte ĂĽber einen Fremden Planeten, der vor hundert Jahren das erste Mal kolonisiert werden sollte. Damals riss der Kontakt ab als jetzt knapp 25 Jahre vor der eigentlichen Geschichte ein neuer Kontakt und eine neuer Kolonialisierungsversuch stattfinden soll entdeckt die Firma die fĂĽr den ersten Versuch veeantwo war dass es inzwischen eine 'einheimische' Lebensform gibt. Menschen aber ausschlieĂźlich Frauen.
Als sie Truppen auf den Planeten schicken sterben innerhalb kürzester Zeit alle Männer im Team und ein paar wenige Frauen an einem Virus.

Der Roman geht vielschichtig auf eine Zivilisation ohne Männer ein. Ohne dabei mahnend zu wirken. Aus heutiger Sicht ist der Virus leider wohl trans* exclusive ➡️

#Femmeschwelle

1.2.26 2/2

⬅️ da der Virus nicht weiter definiert wird gehe ich davon aus dass es trans* Frauen genauso treffen würde wie Männer oder dass sie erst nach einer Hormonbehandlung die Möglichkeit hätten zu überleben und trans* Männer kommen als Referenz ebenfalls nicht genannt vor.
Der Virus dient nur als Erklärung ohne größer erklärt zu werden.
Er ist ein Mc Guffin genauso wie der Impfstoff denn die Protagonistin testen soll.

Was Griffith allerdings sehr gut hinbekommt ist die glaubhaften Charaktere, ihre verschiedenen Identitäten und auch die verschiedenen Kulturen von Frauen die sich entwickelt haben.

Die Fortpflanzung wird Thematisiert, was der Virus für eine Veränderung auslöst und wir sich die Hauptfigur mit ihrer eigenen Veränderung auseinandersetzt denn der Virus tötet dich oder gibt dir die Möglichkeit auf diesem Planeten zu leben, ohne jemals wieder weg zu können.
Vielleicht ist auch der Virus an sich als trans* Allegorie zu sehen?

#Femmeschwelle

1.2.26

Geschrieben:
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ich schreibe sehr selten und ungerne Männer.
Dennoch Versuche ich sie realistisch in meine Geschichten einzubauen. Als Väter/Ehemänner/Freunde und am liebsten soft und nicht toxisch. Aber halt eher am Rande.

Bei Frauen bin ich da ganz anders, ich liebe lesbische/saphische Romantik oder enge Freundschaft.
Ich möchte am liebsten alle Facetten beleuchten und ausführlich Beschreiben. Es gibt die sogenannten 'starken Frauen,' was ich als Konzept prinzipiell toxisch empfinde, 'die schwachen,' denn stark impliziert, dass es schwach gibt und das Verbinden viele mit negativen wobei weiblich gelesene Menschen dabei besser weg kommen als männliche, und mich das im allgemeinen stört u.a. weil meine eigene Wahrnehmung davon geprägt wurde.
Schnitt weil ich hier vom Tausendstel ins Millionstel rutsche.

Für mich ist Feminismus der Anfang darf aber nicht das alleinige Ziel sein. Wahre Inklusion muss über Identitäten stehen, ➡️

#Femmeschwelle

1.2.26

⬅️ ohne sie zu zertreten.

#Femmschwelle

2.2.26
Hattest du schonmal Hemmungen, etwas zu schreiben, weil es dir zu feministisch vorkam?

Nicht wirklich ich mache mir weniger Gedanken ob es zu feministisch ist sondern eher ob es nicht feministisch genug ist.

Hemmungen etwas zu schreiben habe ich aber aus anderen GrĂĽnden.
Ich halte mich zum Beispiel politisch sehr zurück weil laut schreien nichts bringt und schon gar nicht wenn ich laut schreien möchte und andere in Grund und Boden schreien möchte.

Auch wenn mein Standpunkt eventuell "der Richtige" (™®©) sein könnte will ich kein Öl ins Feuer der Diskussionskultur kippen.

#Femmeschwelle 2.2.26

3.2.26
Feminismus kann je nach Auslebung auch beengend sein. Hat sich etwas Feministisches in einer Geschichte schonmal einengend fĂĽr dich angefĂĽhlt?

Meist nur wenn es extrem ausgelegt wurde, wie zum Beispiel die Männer hassende "Feministin" die nur aus dem Grund lesbisch geworden ist um mit keinem Mann zusammen zu sein.
Was die Emma und Alice Schwarzer oft abziehen...
Das ist für mich aber genauso wie trans* exclusive "feminists" einfach nur anders verpackter Hass und hat mit eigentlichem Feminismus nichts mehr zu tun. Leider tragen diese Leute keine Aufkleber auf der Stirn was sie eigentlich Aussagen wollen: "Ich hasse Gruppe X weil - ich ein Empathieloses Arschloch bin, mich mit Propaganda verblöden lasse und mir meinen Problemen nicht klar komme weswegen ich anderen die Schuld gebe."

Okay das wären große Aufkleber, aber wenn wir dir Augenlöcher weglassen finden diese Leute auch nicht mehr aus der Wohnung raus...

#Femmeschwelle 3.2.26

4.2.26
In was für Feminismus hätten deine Figuren keinen Platz? Was müsste sich ändern?

Toxischer Feminismus der eigentlich keiner ist (siehe Alice Schwarzer).
Trans hassender Feminismus der eigentlich auch kein Feminismus ist.
Jede Form von Feminismus Claim der das Rollenbild verstärkt anstatt es aufzubrechen, sei es für cis* und/oder trans* Frauen/Männer und/oder nicht binäre Personen.

Eine Rolle anzuerkennen geht auch ohne sie in Stein zu meiĂźeln. Das existieren von Schubladen hat einen Sinn sie aber zuzuschlagen und den Leuten die eigen Sortierung in der Schublade aufzwingen nicht.

Für mich sind männlich und weiblich die äußern enden einer Menge Skalen. Meine eigenen Slider auf diesen Skalen sind bunt gewürfelt.
Und ich bin glĂĽcklich dass es so ist.

#Femmeschwelle 4.2.26

@AnnaSaultron Oh, da finde ich mir wohlvertraute Gedanken nochmal teils richtig schön in Worte gekleidet.
@Lunis_Moon es freut mich dass ich dass du dich darin wiederfinden kannst. :)