Teste derzeit Proton als (eine!) mögliche Ausstiegs-Alternative, die Gmail, 1Password, Dropbox und andere Dienste mit einem Schlag ersetzen könnte. Schwanke zwischen "das ist schon wirklich gut gemacht und sieht gut aus" und "warum zur Hölle, kann ich aber keine Standardtools nehmen, diese KryptofetischistInnen!

Status also: es ist kompliziert.

Nachdem ich mich nun seit Monaten immer wieder mit dem Thema Mailumzug beschäftige, zuletzt einige Dienste wie Proton und @mailbox_org getestet habe, fiel die heute etwas kurzfristige und spontane Entscheidung für mailbox.org. Proton ist optisch zwar sehr ansprechend, hat einige wirklich gute Features und ein gutes Onboarding, aber das Brechen von Protokollen durch Crypto-Fokus überzeugt mich einfach nicht. Ich muss schon normale Mail- und Kalender-Programme verwenden können. Zudem gibt es natürlich die Diskussionen um den CEO von Proton. Bei mailbox.org habe ich Peer Heinlein kennengelernt und naja, das ist dann politisch schon eher ein "hier bin ich gern"-Gefühl.

Das Onboarding bei Mailbox hat duchaus ein paar Stolpler, aber, @rstockm hat es auch beschrieben, lustigerweise muss man suchen, um da endlich Geld zu bezahlen für den Dienst. Der ist technisch solide, vielleicht nicht ganz so viel Feenstaub, aber die Firmenadresse ist in der Schwedter Straße in Berlin. In dem Umkreis bin ich quasi aufgewachsen. Das ist dann wohl Heimvorteil.

Aktuell läuft die Mailmigration über "audriga". Bisschen ruckelig zu Beginn, aber wird jetzt wohl die nächsten Tage fleißig kopieren und scheint auch viele andere Mailprovider zu unterstützen.

Mailmigration über DNS ist schon durchgeführt. Auch mit SPF, DKIM und dem Kram.

Kalender-Thema muss ich mir danach nochmal in Ruhe ansehen.

@leitmedium bin ein bisschen out of the loop, kannst du kurz mal ein zwei Stichworte geben damit ich mir zusammensuchen kann welch Diskussion über den Proton CEO geführt wird?
@rndmnmbr Trump-Supporter.
@leitmedium ah well, time to find a new VPN provider I guess ¯\_(ツ)_/¯
@rndmnmbr @leitmedium Es ist etwas schwieriger. Er hat zumindest die Politik der Republikaner unter Trump gebilligt und beworben, weil Trump/Reps früher auch mal gegen "Big Tech" waren, was wiederum ein Anliegen seiner Firma ist. Ich denke der Vorwurf, dass er ein glühender MAGA-Supporter ist, lässt sich nicht halten. Aber mindestens ein Opportunist, der politisch alles in Kauf nimmt, solange es ihm wirtschaftlichen Vorteil verspricht.