Teilzeit mit "Leute, die weniger als 32 Stunden arbeiten sind aber produktiver" zu verteidigen ist etwas schräg: Das Recht auf Teilzeit ist ein Arbeitnehmer*innenrecht, dass es erlauben soll, die eigene Arbeitsbelastung und das Leben besser miteinander zu vereinbahren. Es geht nicht darum noch produktiver in kürzerer Zeit zu sein (ein Produktivitätsgewinn, von dem Arbeitnehmer*innen ja eh meist nichts haben: Die Einkommensreduktion bezieht sich ja nicht auf Produktivität sondern Zeit.
Wir haben alle die Sichtweise der Arbeitgeber viel zu stark verinnerlicht. Unsere Rechte als Arbeitnehmer müssen wir auch dann verteidigen, wenn sie die Produktivität und den Gewinn der Arbeitgeber _nicht_ erhöhen.
@tante Sorry, aber der Arbeitnehmerschutz ist in DE auf einem Level angekommen, wo der Rest der Welt staunt und zusperrt.
Die Unternehmer tragen alles Risiko inklusive Verpflichtungen, die sie der Belegschaft gegenüber haben. Wenn's dann 'mal nicht so rund läuft, wird nicht verzichtet, sondern gestreikt. Der Betriebsrat bekommt dann am Ende einen goldenen Handschlag und dann ist Schluss.
Bin gespannt, wie's weitergeht...

@eilmrein @tante ganz so einfach ist das nicht. Wenns mal kriselt sind die Leistungsgeber ersten die ihre Einkommensquelle verlieren, weil Arbeitsplätze abgebaut werden.

Das mit dem Zwang seh ich aber nicht genau so, wie vile andere hier, natürlich "muss" ich etwas machen um Einkommen zu generieren, wie ich das mache, bleibt aber mir überlassen. Ich habe genauso die Möglichkeit ein Unternehemn zu gründen und auf eigene Faust zu arbeiten.

@fadefx @tante Meiner Beobachtung nach, sind die unselbstständigen Leistungsträger die ersten die freiwillig gehen und sich etwas stabileres suchen.