Parteispenden: Spendenexplosion bei der AfD!
Wir haben die Großspenden über 35.000 Euro in 2025 ausgewertet. Dabei hatte die AfD das mit Abstand größte Wachstum. Zwar liegt die CDU noch knapp vor ihr, doch die AfD holt massiv auf. 2025 bekam sie über 5 Millionen Euro Großspenden.

Das ist überraschend. Früher bekam sie kaum Großspenden, zumindest nicht offen. Zwischen 2020 und 2023 magere 500.000 Euro, 2024 keine einzige Großspende. Doch die offene Unterstützung der AfD scheint salonfähig zu werden.

95 Prozent der Großspenden kommen von nur drei Spendern. Bei zwei Spenden besteht Strohmannspende-Verdacht. Hinter einer soll der Schweizer Milliardär Henning Conle stehen. Der anderen Spende ging eine Millionenschenkung des Unternehmers Udo Böttcher voraus.

Auch abseits der Parteispenden sehen wir immer offenere Unterstützung für die AfD: Der Lobbyverband „Die Familienunternehmer” und die Münchner Sicherheitskonferenz kündigten zum Beispiel an, nun auch AfD-Politiker zu ihren Veranstaltungen einzuladen.

Dieser Trend könnte sich fortsetzen, denn 2026 ist Superwahljahr. In fünf Bundesländern wird gewählt und die Umfragen sehen die AfD teilweise vorn. In Sachsen-Anhalt könnte sie sogar die absolute Mehrheit bekommen. Möglich, dass die AfD deshalb auch 2026 viele Spenden erhalten wird.

Diese Entwicklung ist alarmierend, denn Großspenden sind undemokratisch. Sie verschaffen Unternehmen und Vermögenden zusätzlichen Einfluss und verzerren den politischen Wettbewerb. Die einfachste und wirksamste Maßnahme dagegen ist ein Parteispendendeckel.

Mehr zu den Großspenden 2025 und warum jeder Spendeneuro für die AfD noch mit Steuergeldern verdoppelt wird, lest ihr in unserer Analyse der Parteispenden 2025.

👉 https://www.lobbycontrol.de/parteienfinanzierung/parteispenden-2025-afd-grossspenden-explodieren-123936/

@lobbycontrol sollen die in Sachsen-Anhalt nur machen. Wenn ihr Land vollends den Bach runter gehen soll.
@WestRa22 @lobbycontrol
Da würde aber nicht nur "ihr Land vollends den Bach runter gehen". Wenn die AfD von Sa-An nach ihrem gestern vorgestellten Wahlprogramm handelt, werden auch in anderen Bundesländern kirchliche Kitas, Pflegeheime, Schuldnerberatung oder Obdachlosenhilfe dicht machen. Denn kath. und ev. Kirche werden die illegale Abschaffung ihrer Finanzierung in Sa-An nicht überleben. EKD und Erzdiözesen müssen übernehmen und radikal kürzen. Bis die Gerichte zu Potte kommen ist's zu spät.