Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Erinnern heißt hinschauen. Auch mit Kindern.

Als wir „Als die gelben Blätter fielen“ gelesen haben, war es, als würden wir selbst mit Alon und Riwka durch das Ghetto in Litauen 1943 gehen. Sie tragen den gelben Stern, ein sichtbares Zeichen der Ausgrenzung, und dennoch spürt man ihre kleine, kostbare Wärme, ihre Freundschaft und Menschlichkeit.

Besonders hängen geblieben ist uns der Kieselstein: klein, unscheinbar und doch so kraftvoll als Symbol für Erinnerung und Überleben. Dieses Detail hat uns gezeigt, wie Hoffnung und Menschlichkeit selbst in den dunkelsten Momenten sichtbar bleiben können.

Die Worte von Marius Marcinkevičius und die Illustrationen von Inga Dagilė nehmen die Realität ernst, ohne Kinder zu überfordern. Wir haben beim Lesen gemerkt, wie viel Raum für Fragen, Gespräche und Nachdenken bleibt.

Für Kinder ab etwa 8 Jahren, aber auch für uns Erwachsene, die manchmal selbst nach Worten suchen.

Nach der Lektüre bleibt ein Gefühl, das man nicht so leicht loswird: Erinnerung endet nicht in der Vergangenheit. Sie verpflichtet uns heute.

ℹ️ Mehrfach ausgezeichnet, nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025.
Fachstellen loben besonders den behutsamen, kindgerechten Umgang mit dem Thema Holocaust.