Sie wuchs in einem segregierten Stadtteil auf. Schon als Jugendliche nahm sie mit ihrer Mutter an antirassistischen Demonstrationen teil, als Studentin engagierte sie sich in der schwarzen Bürgerrechtsbewegung und in der Kommunistischen Partei.
Der Weltöffentlichkeit bekannt wurde sie 1970 nach ihrer Verhaftung. Sie wurde der Verwicklung in eine Gefangenenbefreiungsaktion beschuldigt, in deren Verlauf der 17-jährige Jonathan Jackson beim Versuch, seinen Bruder aus dem Gerichtssaal zu befreien, mehrere Menschen erschoss.
„Free Angela“ wurde zum Motto einer internationalen Solidaritätskampagne für ihre Freilassung. Nach über einem Jahr in der Untersuchungshaft wurde Angela Davis in allen Punkten freigesprochen.
In ihren Vorträgen und Schriften analysierte Angela Davis die Funktion von Gefängnissen als Herrschafts- und Ausbeutungssystem im Kapitalismus sowie den Rassismus des Justizsystems.
Außerdem beschrieb sie, u.a. in ihrem 1981 erschienenen Buch „Women, Race & Class“, als eine der Ersten die Intersektionalität verschiedener Herrschaftsformen im Kapitalismus.