@ottenser Puh, mal sehen, ob ich verstehe, worum es dir geht… weil das Wort „Demografie“ in meinem Beitrag eigentlich gar nicht vorkommt. Aber im Film geht es (unter anderem) darum, dass Menschen keine Kinder mehr bekommen *können* – und ja, das schreibe als Folge dem (fossilen) Neoliberalismus zu. Die Umweltverschmutzung ist ja tatsächlich *sichtbar* – die Ökosysteme sind im Film längst gekippt. Dass sich die Gesellschaft hier ideologisch in „die einen“ und „die anderen“ trennt, ist Politik. Dafür haben Vergangenheit und Gegenwart unendlich viele Beispiele. (Der Roman ist aus 1992, der Film von 2006.)
Meine Bewertung als ein „Jetzt-und-hier-Film“ bezieht sich aber nicht auf das im Film gezeigte, sondern darauf, die darunterliegenden gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Strukturen zu erkennen. Das ist „Near-Future“ als eine fantasierte Möglichkeit, basierend auf einer über 30 Jahre alten „Analyse“ – die immer ja tatsächlich noch immer relevant ist.
Bei einem Punkt hast du mich allerdings nachdenklich gemacht: Die „Flüchtlingslager“ hätte ich besser „Internierungslager“ nennen sollen. Das trifft die Natur der Sache sehr viel besser. 👍