Dann können wir ja jetzt endlich konsequent DSA und DMA gegen Big Tech durchsetzen.

Und das mit der digitalen Souveränität endlich machen.

@markus_netzpolitik Wann kündigt die EU eigentlich mal Zölle gegen ihn an oder boykottiert die Einfuhr von Whiskey und ähnlichem Kram, der seinen Unterstützern mal aufzeigt, dass wir uns auch nicht alles gefallen lassen? 😶

Noch besser:

Eine digitale Transaktionssteuer einführen EU-weit und Abgaben auf Öl.

@shinydelight
Dir ist schon klar, dass wir, die Verbraucher, die Zölle zahlen müssten?

@markus_netzpolitik

@wortezimmer @shinydelight @markus_netzpolitik Von Kanada lernen heißt siegen lernen. Man muss also "nur" die Verbraucher*innen dazu bringen europäische Produkte zu kaufen.
Schottischen statt amerikanischen Whiskey
Traktoren von Claas statt John Deere
usw.

@thewhite969 Präzise! 😊

@wortezimmer Allein die Ankündigung der Zölle oder eines (zeitlich befristeten) Boykotts inkl. Androhung eines permanenten Boykotts wäre schon ein Mittel der Abschreckung.

Nochmal:

Bullies bekämpft man nicht, indem man klein bei gibt, sondern indem man ihnen Grenzen aufzeigt. Das sollten wir doch mittlerweile wissen, allein schon durch die Erfahrung mit dem anderen Typen mit Großmachtfantasien.

@shinydelight @thewhite969 @wortezimmer recht hast Du! Nur wer bringts der Regierung bei?

@shinydelight
Hast du verstanden, wie Zölle funktionieren?

@thewhite969

@wortezimmer @shinydelight Das Problem ist natürlich, dass wenn die Zölle die US Waren hier teurer machen und deswegen die Konsument*innen auf europäische Waren ausweichen, werden die wegen der größeren Nachfrage natürlich auch teurer.
Andersrum frage ich mich aber (ohne die Fachexpertise zu haben), ob die Zölle auf EU Waren sich nicht (über die Probleme der Wirtschaft) auch auf den Eurokurs auswirken und damit US Waren auch teurer werden.

@thewhite969 @wortezimmer @shinydelight Zölle sind in beiden Richtungen quatsch. das ist ein mittel des marktprotektionismus, das nur sehr gezielt sinn ergibt und funktioniert.

Letztlich hat trump mit der umsetzung der zölle das us-amerikanische blatt auf den tisch gelegt und das druckmittel der letzten 30 jahre verpulvert. Jetzt heisst es, die damals dadurch bei uns übernommenen quatschregeln auszusetzen und massiv daran zu verdienen, die enshittification aufzulösen.

@thewhite969 @wortezimmer @shinydelight und zu deiner frage: zölle auf produkte sind ja sozusagen eine extra-steuer für import.

oft werden die implikationen für endprodukte angeführt, aber viel kritischer sind zwischenprodukte und rohmaterialien. Diese werden nämlich von lokalen unternehmen zur produktion (hierbei sind im bwl sinne auch dienstleistungen gemeint) genutzt.

zölle funktionieren nur, wenn du die effekte ganz klar vorhersehen kannst und lokal abfederst/subventionierst. 2/

@thewhite969 @wortezimmer @shinydelight das ist aber bei allgemeinen zöllen praktisch unmöglich, d.h. du schadest damit dir selbst genau so viel wie der gegenseite, wenn nicht sogar mehr.

die motivation von trump ist ja offensichtlich nicht volkswirtschaftlich, daher interessiert dass die administration nicht. 3/3

@brahms @wortezimmer @shinydelight Stimmt, wir haben noch einige andere Pfeile im Köcher, die weitaus besser sind als Zölle.
Woanders in der Diskussion wurde jetzt auch das Thema Steuerflucht von Großkonzernen unterbinden aufgebracht, was auch unabhängig von der aktuellen US Politik immer eine gute Idee ist. 🙂

@thewhite969 @wortezimmer @shinydelight und ganz wichtig: es bringt (langfristig) wenig, große US-Tech Konzerne durch große EU-Tech Konzerne zu ersetzen.

zumindest für uns als Bevölkerung.

@brahms
Finanziell vielleicht nicht, aber im Sinne der Unabhängigkeit schon. Wobei Machtkonzentration immer schlecht ist, egal in welchem Bereich. Eigentlich hatten wir für so was ja mal Kartellämter.

@thewhite969 @shinydelight

@wortezimmer @thewhite969 @shinydelight ob ich abhängig von einem Konzern aus den USA, China oder der EU bin, ist für mich ähnlich beschissen und macht wenig Unterschied.

Diese Machtkonzentration zu zerschlagen war mal Fundament der kapitalistischen Markttheorie, die ja leider vom wesentlich destruktiverem Neoliberalismus ersetzt wurde ...

@thewhite969 @brahms @wortezimmer @shinydelight

Gesetze und Verträge „mal schnell“ zu ändern ist nichttrivial wenn man das Legslitätsprinzip hochhalten will.

Steuern und Verträge sind da langsam, und brauchen oft auch die Zustimmung der Parlamente.

Was aber schnell geht: die vollständige Umsetzung von DSGVO und DMA bis 1.2. fordern, bei Verstoß dann 10% der Maximalstrafe kassieren. Am 1.6. dann 25%

Zölle auf IP

@thewhite969 @brahms @wortezimmer @shinydelight
Zölle auf IP, womit Lizenzzahlungen deutlich teurer werden, und damit das Verschieben von Gewinnen ins Ausland.

@wortezimmer Ja, durchaus aber ich habe ja auch weitere Alternativen erwähnt. Mir geht es prinzipiell darum, einen Kontrahenten nicht wissen zu lassen, ob und wenn ja zu welchem Werkzeug man greifen wird, um sich gegen derartige Willkür zu wehren.

Wie beispielsweise Kanada auf Strafzölle reagiert hat, wurde ja bereits hinreichend erwähnt.

@shinydelight
Und du musstest mich trotz meiner Antwort Kanadas Reaktion noch belehren.
You do you.

@thewhite969 @wortezimmer @shinydelight @markus_netzpolitik

(1) Mir hat auch damals die Reaktion der Briten gefallen, als rauskam, dass Starbucks über Jahre hinweg keine Steuern im Land gezahlt hat. 👉 siehe (2).

Wir Verbraucher haben schon Macht. Wir müssen sie nur einsetzen. Der Feind ist oft die Bequemlichkeit...

@thewhite969 @wortezimmer @shinydelight @markus_netzpolitik

(2)

24.1.2013
Geld + Recht Steuer

Nach einer Welle von Bürgerprotesten und Boykottaufrufen beugt sich die US-Kaffeekette Starbucks in Großbritannien dem öffentlichen Druck und zahlt „freiwillig“ 25 Millionen Euro Steuern. Der Steuerflucht internationaler Konzerne will jetzt auch die Politik den Kampf ansagen. In der Kritik stehen u.a. noch Amazon und Google, die ihre Gewinne trickreich in Steuerparadiese verschieben.