⚔️ Der Deutsche Presserat hat sein schärfstes Schwert gezogen: Für ihre falsche „Skandal“-Story über angebliche Geheimverträge zwischen EU-Kommission und NGOs erteilte er der WELT eine Rüge. Diese muss sie nun auf der Seite des Artikels veröffentlichen – was bisher nicht geschieht.

🔎 Bei dem Artikel handele es sich um eine „gravierende Irreführung der Leserschaft und einen schweren Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht“, urteilt der Presserat. Das ist ein äußerst wichtiges Signal, auch für alle anderen Medien!

📣 DIE Welt muss die Rüge jetzt dort veröffentlichen, wo auch die gerügten Artikel stehen. Aber bisher hat sie das nicht getan, auch unsere Emails beantwortet sie nicht. Damit darf sie nicht durchkommen. Für ihre Verletzung des Pressekodex sollte sie zumindest gerade stehen.

🔁 Helft uns, den Post zu verbreiten und Druck zu machen, damit DIE WELT die Rüge auch öffentlich macht!

https://www.lobbycontrol.de/aus-der-lobbywelt/presserat-ruege-irrefuehrende-berichterstattung-der-welt-ueber-ngos-123791/

Presserat-Rüge: Irreführende Berichterstattung der WELT über NGOs

Der Deutsche Presserat hat die Springer-Zeitung DIE WELT für ihre Berichterstattung über Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gerügt. Damit reagierte er auf eine Beschwerde von uns. Da es ständig Angriffe auf zivilgesellschaftliche Organisationen gibt, ist das ein wichtiges politisches Signal.

LobbyControl
@lobbycontrol Das "schärfste Schwert" ist halt auch nur ein nasser Schwamm. Wenn es keine Konsequenzen für ein Nichtveröffentlichen einer Rüge gibt, dann muss die "Welt" leider gar nichts.
@lexihexi
Es ist halt ein Dilemma, was wir an allen Stellen haben, an denen es um die Grundpfeiler unserer Freiheit geht. Wo ist die Grenze zwischen einem "schärferen Schwert" und einer Einschränkung der Pressefreiheit. Man muss sich halt leider darauf verlassen, dass sich jeder an einen Kodex hält. Und sich auch bewusst sein: Je öfter dieser gebrochen wird, desto mehr verliert er auch an Bedeutung.
Und natürlich, kann ein zerbrechen eines Kodex auch Freiheiten gefährden.
@lobbycontrol
@eldiep @lobbycontrol Man könnte argumentieren, dass die Presse auch jetzt nicht frei ist. Sie mag nicht staatlich kontrolliert werden. Aber ein freidrehender Markt, der Krawallblätter mit aufmerksamkeitsheischenden Schlagzeilen unterstützt und seriösen Journalismus kaum bezahlbar macht, übt eine eigene Form der Kontrolle aus. Eine finanzielle Sanktionierung nachweislicher Lügen kommt mir im Vergleich dazu nicht so schlimm vor.