#ICE nutzt Handydaten der Werbeindustrie für Jagd auf Migranten!
US-Behörden kaufen Informationen von Hunderten Millionen Handys – eine auch in Europa geläufige Praxis.

Bei einer ICE-Razzia in #Minneapolis erschoss ein Beamter am Mittwoch die 37-jährige #ReneeNicoleGood, als sie ihr Auto wenden wollte. Die Behörde hatte an dem Tag bis zu 2000 Beamte in die Stadt entsandt. 1/4

Der lange angekündigte Aufmarsch galt vor allem Menschen aus Somalia, die Präsident Donald Trump mit #Massendeportationen außer Landes schaffen will. Wie ICE vorgeht, zeigen staatliche Dokumente und Schulungsmaterialien, die das Investigativportal 404 Media nach eigenen Angaben einsehen konnte – und ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte. Die Behörde nutzt zwei #Überwachungssysteme namens Tangles und Webloc der Firma Penlink, d. Zugriff auf Standortdaten von Hunderten Millionen Handys bieten. 2/4
Dabei handelt es sich um Daten aus der Werbeindustrie, die bei der Nutzung von Apps Spuren auf den Geräten hinterlassen.
Ermittler*innen können in Webloc auf einer Karte Gebiete markieren. Das System zeigt dann alle Handys an, die sich dort zu einem bestimmten Zeitpunkt aufhielten. Anschließend lassen sich die Bewegungen einzelner Geräte verfolgen: Wohin fährt die Person nach der Arbeit? Wo ist nachts ihr Handy – also vermutlich ihre Wohnung? 3/4
Die Software kann auch mehrere Orte gleichzeitig überwachen und anzeigen, welche Geräte an zwei oder mehr Orten waren, etwa am Arbeitsplatz oder bei einer politischen Versammlung. Die #Tracking-Daten aus der Werbebranche: Über sog. Software Development Kits in Apps od. über das Real-Time Bidding im Online-Werbegeschäft fließen GPS-Koordinaten, WLAN- u. IP-Daten an Datenbroker. Was von diesen angebl. nur für personalisierte Werbung gesammelt wird, wird dann an #Überwachungsfirmen verkauft. 4/4