"... flutet der Bremer Eisverein das rund 30 Hektar große Gebiet [...] Dazu beginnen ab Mitte November drei Pumpen, 135 Liter Wasser pro Stunde aus der Wümme zu fördern und auf der Wiese zu verteilen. Wenn eine gewisse Höhe erreicht ist, wird in den Folgemonaten nur noch nachgepumpt, um den Stand konstant zu halten." So steht es in jedem Artikel, den der #weserKurier zu dem Thema schreibt, wenn es in #Bremen Winter wird, und wir rechnen mal kurz nach:

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Volumen = 135 Liter = 0,135 Kubikmeter
Grundfläche = 30 Hektar = 300000 Quadratmeter
Höhe = Volumen durch Grundfläche = 0,00045 mm

Stündlich nimmt die Wasserhöhe also um 0,45 Mikrometer zu, so dass man bei sehr gering angesetzten 10 cm erforderlicher Eisdicke nach einem Vierteljahrhundert langsam mal ans Schlittschuhlaufen denken kann, jedenfalls, wenn das Wetter mitspielt (10 cm = 100000 Mikrometer geteilt durch 0,45 Mikrometer = 222222 Stunden = 25,4 Jahre)

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Was ich mich sowas immer frage: Man muss die Welt ja nicht so streng mathematisch betrachten, aber hat doch vielleicht eine Vorstellung davon, dass 135 Liter Wasser ungefähr in eine Badewanne passen, oder meinetwegen in „ganz schön viele Eimer“, und wenn man sich eine ziemlich große Wiese vorstellt, dass „viel mehr“ Wasser nötig ist, um diese zu fluten? So ganz grob?

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@nnier Gute Frage, wo und wann und bei wem sich dieser Einheitenfehler eingeschlichen haben mag (wenn vielleicht auch von eher randständigem digitalarchäologischem Interesse). In der Wikipedia wurde das schon vor 8 Jahren von Stunde auf Sekunde korrigiert, und zwar unter Bezugnahme auf einen Käsekurier-Artikel…

https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Semkenfahrt&diff=161758737&oldid=156890947&variant=de

„Semkenfahrt“ – Versionsunterschied – Wikipedia

@metaphil Ah, das war meine Vermutung. So herum kommt man ja auch schnell zu der Frage, ob das so stimmen kann: 1 Stunde für 1 Badewanne voll Wasser? Was sollen denn das für Pumpen sein?