Hallo aus Schönefeld!
Im Zuge der Eröffnung der Dresdner Bahn verlor der dortige Bahnhof wieder einmal seinen planmäßigen Regionalverkehr. Zuletzt endeten dort die Regionalbahnlinien RB 24 und RB 32 aus Oranienburg bzw. Eberswalde. Für diesen mickrigen Betrieb wurde in der Regel nur Gleis 3 genutzt. Durch die Lage am Berliner Außenring lassen sich heute ohne große Mühe etliche Güterzüge bewundern, die den Bahnhof i. d. R. ohne Halt passieren. Die Gleisanlagen mit zwei durchgehenden Hauptgleisen ohne Bahnsteige sowie je einem Überholgleis mit Bahnsteig sind ebenfalls typisch DDR – und verkehrlich absolut sinnvoll.
Die Ausmaße des Bahnhofs lassen die frühere Bedeutung erahnen, als dieser noch den Zentralflughafen Schönefeld (zuletzt BER Terminal 5) anschloss. Drei breite und lange Bahnsteige mit je zwei Gleisen für den Fern- und Regionalverkehr, wobei inzwischen drei von sechs Gleisen den Anschluss an Gleisnetz verloren, zeigen die ehemalige Bedeutung auf. Wo früher sich die DDR Bürger*innen in die große weite – und beschränkte – Welt aufmachen, verirren sich heutzutage vor allem Mitarbeiter*innen eines großen Spetitionsbetrieb, wo ich auch mal einige Zeit gearbeitet habe.
Der Bahnhof Schönefeld ist ein noch gut erhaltenes Stück der DDR-Geschichte. Bis auf das Bahnhofsgebäude und einen Bahnsteig ist alles noch zugänglich. Ein Besuch lohnt sich also.
In Zukunft wird der Bahnhof Schönefeld zumindest für den Umleiterverkehr dennoch eine Rolle spielen. So sind für die nächsten Tage bereits schon einige zusätzlichen Züge angekündigt.



