Ich frage mich ernsthaft weshalb so viele Menschen hier im #fediverse #twitter rsp. #x hinterher trauern.
Das ganze Leben ist eine einzige Veränderung und es steht mit dem Fediverse hervorragende Plattformen bereit, die viel mehr bieten, als es TWixxer jemals konnte. Z. B. die „Hoheit“ über die eigene Timeline.
@moralapostel Ist das echt so? Ich meine das Leute sich nach X zurücksehen? #twitter könnte ich verstehen, wenn man damit die Platform vor z.B. 5 Jahren meint, aber die Zeiten sind halt vorbei. Ich jedenfalls vermisse meinen X Account überhaupt nicht mehr. Lediglich ein ehemals Zweitaccount wird von mir gelegentlich noch besucht, weil da tatsächlich noch sehr viel (künstlerischer) Inhalt angezeigt wird. Den ich mir aber auch viel lieber im Fediverse wünschen würde.
@tofulogie ja, aber warum sollte ich etwas hinterher trauern, was es so nicht mehr gibt, ausgerechnet auf den Fediplattformen, die alles und noch mehr bieten?
Nur dass man halt selbst für die Timeline verantwortlich zeichnet. Was bei mir auf der Positivseite steht.
@moralapostel Vielleicht ist es ja tatsächlich kein echtes Nachtrauern, sondern lediglich der Wunsch nach etwas vertrautem. Man geht von X weg, weil die Plattform für politische und wissenschaftliche Diskussionen faktisch unbrauchbar geworden ist, die Gründe dafür kennen wir alle, und deswegen ist das Fediverse ja auch die passende Antwort dazu, durch seine Struktur und seine Nutzer. Heißt aber nicht automatisch, das auch das ein komplett anderes Nutzungserlebnis 1/

@moralapostel

erwartet wird, wie das nun mal so ist, wenn man seine eigene Timeline erstmal selber aufbauen muss, genau so wie man auch das eigene Nutzerverhalten umstellen muss. Und das erzeugt naturgemäss Frustration, aber das muß nicht notgedrungen heißen, das man anderen Platformen hinterhertrauert. Jeder der mal eine neue Wohnung eingerichtet hat, kennt das Gefühl. Wir sind halt doch Gewohnheitstiere 🙂

@tofulogie aber ist nicht eben dieses „Neue“ eine riesige Chance, Gewohnheiten zu hinterfragen?
Ich finde, wir machen es zu leicht damit, wenn wir diese Glaubenssätze „sind wir nicht alle Gewohnheitstiere“ weiterhin manifestieren. Denn „wir“ sind es doch nur, weil es uns durch diese Sätze einfach gemacht wird dem zu erliegen.
Und auch hier liegt ein großer Trugschluss. Je länger man notwendige Veränderungen vor sich her schiebt oder verdrängt, um so dringender wird die Problematik.
@moralapostel @tofulogie Ich bin gerne hier und das Fediverse ist mir viel lieber. Das liegt an der dezentralen Technologie, aber bei weitem mehr an den Menschen hier. Würden die ganzen Hater, Trolle usw. zu Mastodon wechseln, wäre das Fediverse ein anderes.
Auf X sind aber auch viele Menschen, von denen ich lesen möchte, gerade auch kontrovers und mit Positionen, die ich nicht teile und dennoch kennen möchte. Ich freue mich darüber, wenn Leute meine Beiträge lesen, die anderer Meinung sind.

@thweiss @moralapostel

"Würden die ganzen Hater, Trolle usw. zu Mastodon wechseln, wäre das Fediverse ein anderes. "

Ich frage mich ob das tatsächlich so ist. Gerade die Dezentralisation ist es ja, was die Nutzerzahlen auf den Instanzen vergleichsweise klein hält, und damit den Aufwand, diese zu moderieren. Und wenn die ganzen Hater ihre eigene Instanz gründen, wird diese halt vom Rest des Fediverse geblockt, das passiert ja heute auch schon.

@thweiss das Prinzip „missionieren“ ist bislang eher noch nie aufgegangen. Jeder noch so kleine Account auf #x sorgt aber dort für Reichweite und Relevanz der Plattform. Und seien die Ziele noch so edel, die man damit verfolgt. @tofulogie
@moralapostel @tofulogie Die Einschätzung teile ich. Meine Intention würde ich aber auch eher als egoistisch bezeichnen. 🤷🏼‍♂️🙂
@thweiss wie begründet sich ein Verbleib auf x aus egoistischen Motiven? Das verstehe ich nicht, oder stehe auf dem Schlauch. @tofulogie
@moralapostel @tofulogie Ich lese halt auch das gern, was nicht meiner Philosophie entspricht. Dann sind viele Konten zu Filmen, Gaming, Coding, News usw. (nur?) dort. Die meisten PolitikerInnen und Journalisten haben ein X-Konto. Es ist (noch?) eine wesentlich vielfältigere Mischung vertreten. Und es fällt mir mittlerweile recht leicht, blöde Leute zu ignorieren.
@thweiss mich wundert, dass man der Meinung sein kann, dass es dort mehr Informationen geben soll als hier. Solange die Leser:innen der Nachrichten auf x sind, so lange werden die Überbringer der Nachrichten sich dort für relevant halten. @tofulogie

@moralapostel @thweiss

"Jeder noch so kleine Account auf #x sorgt aber dort für Reichweite und Relevanz der Plattform. "

Das mag für politische und wissenschaftliche Inhalte gelten, bei denen leider noch viel zu viele auch von mir geschätzte Leute immer noch Inhalte auf X liefern. Aber nicht für die Sachen, die ich mir da anschaue, und gelegentlich mal teile oder like, weil sie mir Freude bereiten. Interessiert keinen Politker, keine Journalisten, und den Algorithmus auch nicht. 🙂

@tofulogie so hat jedes seine individuelle Ausrede um auf x zu bleiben. 🫠
@thweiss

@moralapostel @thweiss

Das bestreite ich ja auch nicht, aber es ist für diese Diskussion eigentlich irrelevant. Mein Hauptaccount, auf dem ich vielen interessanten Menschen gefolgt bin, und auf dem ich stundenlang mit Trollen rumgestritten habe, ist weg, und ich weine dem keine Träne nach. Und die kleine Inkonsequenz, den Zweitaccount nicht zu löschen, ändert nichts daran, das Fediverse als das bessere Kommunikationsmittel zu sehen.