(2) Fangen wir mal mit dem Terminproblem an. Warum gibt es zu wenig Termine? Weil Praxen sich nur in Mischkalkulation tragen und dass dazu führt das Privatpatientebn bevorzugt werden. Das ist sicherlich ein strukturelles, kein Digitalisierungsproblem.
Löst Zentralisierung das? Wohl kaum. Ärtzeportale im Internet gibt’s schon. Kann man da bei allen Ärzten digital buchen? Nein, weil wir noch ziemlich viele Praxen haben, die das Thema nicht anfassen.
(3) Grund dafür ist nicht selten die schlechte Erfahrung mit den (bei eingehender Betrachtung vielleicht nicht immer optimalen) mitunter recht kostspieligen Zwangsdigitalisierungsmassnahmen im Gesundheitsbereich. Wird eine weitere Zwangsmaßnahme das beheben? Wohl nicht.
Richtig lustig wird die Geschichte jetzt mit der digitalen Erstvorstellung. Mal abseits davon, dass wir damit aus einem eigentlich administrativen Prozess (ich will einen Termin) einen medizinische Prozess machen…
(6) Und ja, ich bin da parteiisch. Ich hab nen anderen Blick auf Sicherheit und Datenschutz. Gerade hier. Ich weiß mehr über die Art und Weise, wie in Deutschland im Gesundheitssystem damit umgegangen wird, als mir lieb ist. Und ja, ich baue mit @openreception selbst eine Lösung für das Terminvergabeproblem.
Aber Digitalisierung kann nur dann Strukturprobleme lösen, wenn man diese systematisch und grundlegend angeht. Das hier riecht dagegen nach Aktionismus.