Nach einer echt schwierigen Sitzung im Kulturausschuss mit BKM Weimer, die ich gerade noch verdaue; bin ich im Plenum:

Ich ärgere mich (vor allem über mich selbst), dass es hier zu Gezänk Linke v. Grüne kam: ich kenne und schätze viel Menschen bei den Linken. Viele waren meine Freunde lange bevor ich in den BT zog und sind es noch. Ähnliches kann ich über einige aus SPD und CDU sagen.

Ich bin überzeugt, dass es dort - wie bei Grüns - viele sehr anständige Menschen gibt. Einige kenne ich.

Ich denke, es gibt aktuell drei große Herausforderungen:

- unbesteuerter #Überreichtum
- kollabierende Ökosysteme und
- #Überwachungskapitalismus der #TechBros

Die Folgen davon sind absehbar:
- faschistoide Politik,
- Neo-Pauperismus und
- erbitterter Ressourcenkampf.

Ich wünsche mir sehr, dass wir als Gesellschaft einen Weg finden, diese Herausforderungen zu adressieren. Dafür brauchen wir eine starke solidarische Allianz zwischen der Mittelschicht und dem Prekariat.

@AwetTesfaiesus eine gute idee wäre geld und eigentum abzuschaffen.
@lucy_idk vielleicht; aber gut für wen? 😉

@AwetTesfaiesus
gut für alle die wenig davon haben. Alle die billigprodukte kaufen. Es gäb kein grund für schrott. Für die, die täglich arbeiten müssen.
Für alle die keinen bunkerplatz haben um ein bisschen länger die klimafolgen zu überleben.

Dass co2 nicht gedrosselt wird liegt am produktionszweck: private geldvermehrung. Und an den staaten die von steuern leben (#Bruttoinlandsprodukt).

Schlecht für die denen die #wirtschaft grade gehört. Und alle die viel #geld haben.

@lucy_idk

Ja, es wird mittellose (und das werden sehr schnell mehr) mega (!) hart (!) treffen (!).

Ja, wir brauchen #TaxWealthNotWork (seit gestern), aber wenn Dein Plan für die Klimakrise ist, zu warten bis jemand Eigentum und Geld abschafft, ... brauchst Du einen besseren Plan.

@lucy_idk

Wenn Du noch Finanzmittel hast: geh dahin, wo Du Dir nen Garten leisten kannst (ggf. auf platte Land) und freunde dich mit den Nachbarn an.

Wenn nicht, schau Dir an, ob es eine Landkommune gibt, die zu Dir passt.

#Solidarität ist der beste #Bunker

#Fallout #Vault #Klimakatastrophe

@AwetTesfaiesus @lucy_idk mir fällt es schwer, mich hier zu positionieren. Einerseits habe ich eine ähnliche (depressive) Weltsicht. Andererseits weiß ich, dass die Zukunft offen ist.

In einer offenen Zukunft können Weltuntergangsnarrative zum Zerfall der Gesellschaft beitragen. Oder anders ausgedrückt: lasst uns andere, schönere Zukünfte entwickeln, um den Zusammenhalt zu stärken.

Und noch mal anders gedacht: vielleicht ist die solidarische Landgemeinschaft eine schöne Zukunft, und das depressive Gefühl, das ich dabei empfinde, mein enttäuschter Fortschrittsglaube. Es ist zumindest der Versuch, den Humanismus zu bewahren und ihn über materiellen Wohlstand zu stellen.
#hopepunk #solarpunk

@kinnla @lucy_idk

#Solarpunkt ist doch auch eine Art Fortschrittsglaube; halt vor allem an einen gesellschaftlichen.

Der Solarausbau sprengt global alle Prognosen.

Afrika elektrifiziert sich selbst, weil Solar billiger ist Kerosinlampen.

Und es gibt seit 60 Jahren 4.000+ Nuklearsprengköpfe auf dem Planeten (nmE ~12K max) und dennoch ging jeden Morgen die Sonne auf.

Das sagt etwas über uns als Menschheit.

Der Weg vor uns wird hart, aber Solidarität und Menschlichkeit sind sehr resilient.

@AwetTesfaiesus @lucy_idk
ja, #solarpunk ist zumindest eine Utopie, die über Gegenwartsverlängerung und reaktive Politik hinausgeht.

Ich höre gerade zum zweiten Mal das Gespräch von Jan Groos mit Philipp Staab (#futurehistories Podcast). Eine großartige Analyse, warum der grüne Kapitalismus a la Ampel und Biden gescheitert ist: Anpassung statt Fortschritt, ihr dürft weiter Autofahren, aber elektrisch, und wir bauen Windräder. Das wurde als Zumutung empfunden.

Die Rechten haben das eher gemerkt (und dazu beigetragen) als die Linken und propagieren, die Klimakrise zu verdrängen. Philipp schlägt nun vor, die Bevölkerung zu fragen: hättet ihr es wirklich lieber nicht gewusst, dass unsere Lebensweise den Planeten zerstört? Und dadurch Motivation zu gewinnen, eine Politik der Anpassung zu unterstützen.