Hab mal ein bisschen (aus rein phänomenologischem Interesse) in die Welt von Desktop-Linux reingeguckt. Oh Boy, so wird das nichts!

Das einzige, was alle gemeinsam haben, ist der Kernel.

Dann gibt es verschiedene Distributionen, das wusste ich. Ubuntu, Mint, Fedora, usw.

Die meisten Distributionen kommen zusätzlich in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, meist unterscheiden sie sich im verwendeten "Desktop." Aber jede Distribution hat einen Lieblingsdesktop, der empfohlen wird. (1/3)

Die verschiedenen "Desktops" sind aber das, worauf es aus Nutzersicht wohl ankommt, unabhängig von der Distribution. Es gibt KDE (hochflexibel), Gnome (hübsch und reduziert), Cinnemon (wie Windows 10) und xfce (für alte Rechner).

Jeder Desktop muss sich aber noch entscheiden, auf welchem "Window Manager" er aufsetzt: X11 (alter Käse) oder Wayland (neu und shiny). Man merkt das aber in der Praxis nicht wirklich.

Aber damit nicht genug!

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Denn man kann bei jeden Desktop auch noch "Themes" wählen, die den tatsächlichen finalen Look bestimmen. Ja. Und es gibt durchaus Themes, die sowohl mit Gnome als auch mit Cinnemon funktionieren.

Wenn man also plant, Linux auf dem Desktop verwenden möchte, kommt man da ohne viel Recherche oder fremder Hilfe nicht sehr weit, da es sehr viele Faktoren zu berücksichtigen gibt, an die man vorher im Traum nicht gedacht hätte. (3/3)

Aus dem Bauch heraus würde ich wahrscheinlich sagen:

Wer vom macOS kommt, sollte sich Fedora mit Gnome angucken.

Wer von Windows kommt, sollte sich Mint mit Cinnemon angucken.

Wer kein sonstiges Hobby hat, nimmt KDE und kompiliert sich den Kernel selber. Oder so.

@gerritvanaaken Gentoo! Nur mit zsh und purem X!