Tut mir Leid, dass ich diesen #LinkedIn libertären Workaholic #CEO Sondermüll hier einkippe, aber ich muss mich kurz auskotzen.

#LinkedIn auf:

"Gestern beim Glühwein im Dorf. Wollpulli. Leichtes Stall-Aroma. Neben mir, einer der wichtigsten Menschen dieses Landes. [...] Seine durchschnittliche Wochenarbeitszeit? Zarte 80 Stunden. Ein Wellness-Wochenende für alle 4-Tage-Woche-Romantiker und jene [...], die das Sozialsystem inzwischen melken, wie er Kühe."

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"Urlaub, Work Life Balance? "Nur, wenn andere Bauern meinen Hof mitversorgen. Wir rotieren mit 6 Bauern. Einer fährt eine Woche, fünf andere schuften mit.“

Landwirte sind Fleisch gewordene fehlende Werte. Sie sind fleißig, unkompliziert, packen an, nehmen sich nicht unnötig wichtig und sagen sowohl mit als auch ohne Promille, was sie denken."

Dann plötzlicher Turn zur Sicherheitspolitik und Forderung Landwirtschaft muss Teil der Aufrüst..., äh Sicherheitspolitik sein.

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Da ist soviel Bullshit drin, da weiß ich echt nicht wo ich anfangen soll.

Wer mich kennt weiß, dass mich die Themen #Arbeitsfetisch und damit verbundene Feindschaft zur #4-Tage-Woche besonders triggern.

- Wollen die Befürworter der 4TW, dass Landwirte sich tot arbeiten: klares nein
- Im Gegenteil diejenigen pro 4TW sind die für Arbeitsschutz und Entlasstung 4 Alle! Schon immer waren und sich schon immer dafür eingesetzt haben.

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Knochenarbeit in der Agrarindustrie wird im von Saisonarbeiter:innen aus "Billiglohnländern" gemacht: https://taz.de/Arbeitsbedingungen-im-Agrarwesen/!5769049/

Kein Wort davon in diesem Post in dem es natürlich nicht wirklich um Arbeitsbedingungen geht. Es ist klassisches Balkonklatschen als LinkedIn Post und dient der Aufrechterhaltung und Verschleierung sozialer Machtverhältnisse.

Ich hätte euch damit nicht belästigen dürfen, sorry, aber jetzt habe ich mich kurz ausgekotzt und das wesentliche dazu gesagt.

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Arbeitsbedingungen im Agrarwesen: Ackern ohne Absicherung

Keine Branche setzt stärker als die Landwirtschaft auf Personal, das keine Sozialversicherung hat. Betroffen sind vor allem ErntehelferInnen.

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