Es geht Bourdieu um die Entstehung der schriftstellerischen Haltung, Kunst um der Kunst willen zu schaffen.
Er zeichnet nach, wie die Schriftsteller, die diese Haltung zu etablieren suchten (v.a. Flaubert beim Roman, Baudelaire in der Lyrik), sich abwandten von der Versuchung, für das/ein Publikum zu schreiben.
Sie wetterten gegen die bürgerlichen Schriftsteller ebenso wie gegen die sozialistischen Schriftsteller. Den einen ginge es nur um Erfolg und Geld, den anderen um politische Ziele.
Dem stellten sie das „heroische“ Unternehmen gegenüber, zu schreiben um des Schreibens willen, unabhängig von bürgerlichen oder politischen Zwecken.
Ich denke die ganze Zeit: Hm, „heroisch“? Wie stellte sich die Herausforderung für Frauen, für Schritstellerinnen?
Vielleicht war ihre Versuchung eher, davon auszugehen, sowieso kein Publikum zu haben oder erreichen zu können. Die Position „l‘art pour l‘art“ war für Frauen immer schon naheliegend und nie heroisch…