Die verpflichtende Musterung als Miniabkehr von der Aussetzung der Wehrpflicht ist sinnvoll. Aber sie greift zu kurz.

Deutschland sollte eher ein „Gesellschaftsjahr“ für alle (nicht nur Männer) einführen, dass man dann entweder mit Militär- oder Zivildienst erfüllen kann. Abgesehen von dem dringenden Nachholbedarf der Bundeswehr wäre das vor allem für die sozialen Dienste in D ein Riesengewinn.

Das ganze sollte dann auch noch mit einem Grundeinkommen gekoppelt werden, das für alle gleich ist.

Ich denke nicht, dass es nötig sein, Männer zum Dienst an der Waffe zu zwingen, noch dass das eine gute Idee wäre. In so einem ganzheitlichen Modell (gemeinsam mit der verpflichtenden Musterung der Männer und einer freiwilligen für Frauen) werden sich vermutlich genug Leute für die Bundeswehr finden.

Diese würden dann auch einen besseren Querschnitt der Gesellschaft repräsentieren als derzeit, was für die Bundeswehr nur gut sein kann. Politische Bildung in der BW muss dazu noch beitragen.

Die Bedrohung Europas durch Russland und die USA (!) ist real.

Russland ist ein delusionale Gesellschaft, die nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Propaganda jeden Wertekompass verloren hat und nur durch Stärke einzudämmen ist.

In den USA ist noch Hoffnung, aber kurzfristig muss man leider mit dem schlimmsten rechnen. Europa ist für Trump nur noch eine Einnahmequelle und sonst nichts. Die Stärke Europas muss künftig von innen kommen, von der transatlantische Freundschaft bleibt nur Kanada.

Ich verstehe, dass das nichts ist, was der Jugend gefallen kann, aber es ist die Realität. Aber niemand kann ein Interesse haben dass wir nach außen (durch militärische Konfrontation) und innen (durch eine zunehmend unsolidarische Gesellschaft) instabil werden.

Daher wäre dieses Deutschlandjahr (oder nennt es wie ihr wollt) in meinen Augen sinnvoll. Die Abschaffung des Zivildienstes war für uns auf jeden Fall nicht gut.

Nachtrag: Den Aspekt dass an Zivildienstleistenden wiederum das Gehaltsgefüge durcheinanderbringen habe ich ehrlich gesagt nicht so richtig durchdacht (sah eher den Aspekt dass viele in den Berufen blieben).

Hier eine gute Zusammenfassung dieses Aspekts.

https://23.social/@SchreibeEinfach/115667503251625246

Alles nicht so einfach.

SchreibeEinfach DECT:7169/7170 (@[email protected])

1/14 Vor 2011 wurden die Löhne im Sozial- und Erziehungsdienst klein gehalten. Reallöhne sanken oft. #Erzieherinnen stiegen um 2004 mit nur rund 1.960€ brutto ein und kamen selten über 2.650€. Viele hatten sogar 8% weniger als Kolleginnen mit Altvertrag. Der Staat baute auf Billigkräfte.

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@timpritlove

Warum wohl wird das Ehrenamt gefeiert und streikende Lokführer werden beschimpft.

Ausbeutung hat viele Gesichter.