Heute erschien die 5. Welle des Household Finance and Consumption Survey (HFCS). Die Erhebung zeigt: #Vermögen ist weiterhin stark konzentriert – obwohl die Vermögensspitze aufgrund des fehlenden Oversamplings gar nicht abgebildet wird. Ein Ausweg wären Vermögensteuern nach norwegischem Vorbild. 1/
In Norwegen existiert die #Vermögensteuer auf Bundesebene bereits seit 1893. 2022 wurde der Steuersatz für Millionär:innen auf 1,1 Prozent erhöht. Die Einnahmen aus der Vermögensteuer erreichten 2022 und 2023 ein historisches Allzeithoch. 2/
Lagen die Einnahmen 2021 noch bei 18,5 Milliarden Norwegischen Kronen, stiegen sie bis 2023 auf 31,4 Milliarden Kronen – in Euro wären das 2,75 Milliarden. Norwegen zeigt, dass Vermögensteuern funktionieren. Sie sichern Einnahmen für staatliche Leistungen und senken damit die #Ungleichheit. 3/
Österreich hat Vermögensteuern systematisch abgeschafft: Seit den 1970er-Jahren wurden fast alle Steuern auf Vermögen in Österreich zurückgestutzt oder gestrichen. Die Erbschafts- und Schenkungssteuer lief 2008 aus. 4/
Die Vermögensteuer wurde 1993 abgeschafft. Die verbleibenden Steuern – etwa die #Grundsteuer – bringen in ihrer aktuellen Ausgestaltung nur geringe Einnahmen und sollten modernisiert werden. 5/
2023 stammen gerade einmal 1,1 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus vermögensbezogenen Steuern. Kaum ein OECD-Land besteuert Vermögen so niedrig wie Österreich. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. 6/
Die Bundesregierung braucht aktuell zwei Milliarden Euro für die weitere #Budgetkonsolidierung. Legt man die norwegische Vermögensteuer mit Einnahmen in Höhe von 0,62 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf Österreich um, könnte die Republik damit sogar drei Milliarden Euro lukrieren. 7/
Für die Sparpakete haben Polizist:innen, Elementarpädagog:innen und Lehrer:innen auf Gehalt verzichtet. Pensionist:innen verzichten auf einen Teil ihrer Pensionserhöhung. Es ist an der Zeit, dass die reichsten Menschen im Land auch ihren Teil zum Sparpaket beitragen. 8/
Wir empfehlen die Wiedereinführung von vermögensbezogenen Steuern, um die #Vermögensungleichheit und das #Budgetdefizit zu senken. Vorbild ist die erfolgreiche Erhöhung der Vermögensteuer in Norwegen. 9/
HFCS 2025: Österreichs Vermögensschieflage wächst – Norwegen zeigt Ausweg - Momentum Institut

Am Donnerstag erscheint die fünfte Welle des Household Finance and Consumption Survey (HFCS). Er zeigt, dass ein kleiner Teil der Bevölkerung einen Großteil des Vermögens besitzt, während die ärmere Hälfte der Bevölkerung fast kein Vermögen besitzt. Das Momentum Institut empfiehlt die Wiedereinführung von vermögensbezogenen Steuern, um die Vermögensungleichheit und das Budgetdefizit zu senken. Das Institut verweist als Vorbild auf die erfolgreiche Erhöhung der Vermögensteuer in Norwegen.

Momentum Institut