Ich frage nach veganen Socken ohne Plastik und jetzt schlägt ernsthaft wer vor, ich solle die Haare meiner Hunde sammeln und zu Wolle spinnen

Sach mal ihr habt doch alle den Schuss nicht gehört, ehrlich

@ashyda
Leinen oder Baumwolle.

Wolle - da ist die Frage des Vegan-Grades. Ein Schaf leidet oder gar stirbt nicht daran. Es wird vielmehr jeden Sommer von der Haarlast erlöst.
Oder Hundehaare - hier waren vmtl die Unmengen an Haar gemeint, die der verliert und die dann in der Wohnung rumfliegen.

Ja, sind ein tierisches Produkt.
Nein, das Tier erleidet werder Schmerz noch Verlust.
Was ist die „vegan“ Definition?

Gar nicht vom Tier
oder
Tier darf keinen Verlust oder gar Leid beklagen.

@vampirdaddy @ashyda Mal ganz grundsätzlich, kann man von etwas erlöst werden, von dem man nicht leidet? Und was passiert eigentlich mit den Schafen wenn sie nicht mehr genug Wolle produzieren? Man kann sich übrigens sehr gut in Dominion (watchdominion.org) anschauen, wie „wenig“ die Schafe in Australien (dem weltweit zweitgrößten Wolleproduzenten) leiden, zumindest wenn man solche Bilder aushalten kann. Wolle ist nicht vegan, egal mit welcher Definition.

@fnessa @ashyda
Ich versuche, die Grenze von „vegan“ zu verstehen - bitte nicht als Herumkrittelei interpretieren.

Tierische Produkte sind also immer nicht-vegan - selbst wenn sie als natürlicher Abfall entstehen (wie z.B. bei Fellwechsel)?

Dung wäre also auch nicht-vegan?

Mit Dung gedüngte Pflanzen?

Da AFAIK mit Hörnern einer explizit (dafür?) geschlachteten Kuh gedüngt , wäre Demeter-Gemüse für mich nicht-vegan,
gesammelte Wolle aber schon.

Liege ich da falsch?

@vampirdaddy @ashyda Man kann über Demeter diskutieren, aber ich fange doch nicht an über gesammelte Wolle zu diskutieren. Da können wir auch über die ethischen Aspekte von auf Einhörnern reiten diskutieren. Oder über Hundehaarsocken lmfao. Erst recht nicht solange es „normal“ ist, Tiere zu töten um sie zu essen.

@fnessa @ashyda
Sorry, der Mathematiker in mir drängelt auf eine saubere Definition, daher die Nachfragen. 🤓

In diesem Sinne:
"Vegan" (bzw. Nicht-Vegan) wird als Bezeichnung für Erzeugnisse aus Tieren bzw. deren Nachwuchs(ernährung) verwendet.

Korrekt?

Mit tierischer _Arbeit_ (z.B. Ackergaul) Gewonnenes wäre dann weder als vegan noch nicht-vegan entscheidbar, weil falsche Eigenschaft.

Honig fiele unter Selbst- bzw. Nachwuchsernährung der Tiere und ist damit nicht-vegan.

@vampirdaddy @fnessa vegan bedeutet einfach, Tierleid und Tierausbeutung in einer nicht-veganen Welt so weit wie möglich (!) zu vermeiden.

Brauchst du Medikamente, die mit Lactose überzogen sind und es gibt keine tierfreie Alternative, bist du trotzdem vegan. Weil: soweit eben möglich.

@ashyda @vampirdaddy @fnessa

vegan ist kein allgemeingültiger begriff (im sinne einer mathematischen definition).

soweit mir bekannt ist die von @ashyda angeführte definition eine weit verbreitete, die natürlich aber nicht wohldefiniert ist (was heisst zb "so weit wie möglich"), aber darum geht es im kern auch gar nicht. Das ziel der reduktion von tierleid ist das grundlegende merkmal eines veganen lebensstiles, in welcher gelebten variante auch immer.

@vampirdaddy @fnessa @ashyda zu deinem punkt der tierischen arbeit die klare berater-antwort: es kommt drauf an (wen man fragt).

ich vermute die meisten vegan lebenden menschen würden diese erzeugnisse als nicht-vegan bezeichnen. Aber das geht auch nur zum gewissen grad, denn die bestäubung mit pollen geschieht ja auch (zumindest teilweise) durch tierische arbeit, wäre also ganz streng nicht vegan. An der stelle kommt dann meist ein (formal) schwammiger zusatz