Krise im Einzelhandel
Nachdem der Laden in dem ich seit 26 Jahren arbeite spätestens Ende Januar endgültig schließt, gibt es jetzt auch einen Bericht in den Kieler Nachrichten darüber. Ich frage mich allerdings, warum sich in dem Artikel so auf den Beratungsklau bezogen wird. Ja, es ist ein reales Problem und wirklich nervig, aber meiner Meinung nach nicht das Hauptproblem mit dem Läden wie unserer zu kämpfen haben.
Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach ein bisschen woanders und der Beratungsklau ist ein Resultat dieses Problems. Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach, dass unsere Lieferanten eigentlich ungern mit so kleinen Läden wie unseren zusammenarbeiten und uns genau genommen sogar sabotieren.
Das sind die Punkte die eigentlich auch in den Artikel gehört hätten. Und wegen dieser Punkte wird es in ein paar Jahren solche Inhaber geführten Einzelhandelsgeschäfte wie unseres nicht mehr geben, sondern nur noch große Ketten und den Onlinehandel. Und die Schuld dafür den Kunden zu geben greift meines Erachtens nach zu kurz. Da ist die Politik gefordert dafür zu sorgen, das
- Onlinehändler dort richtig Steuern zahlen müssen wo der Umsatz gemacht wird.
- Handelskette dort richtig Steuern zahlen müssen wo der Umsatz gemacht wird.
- etwas gegen die absurden Mieten unternommen wird.
- die Innenstädte wieder attraktiver werden (ja, ich weiß, schwierig wenn vor Ort keine Gewerbesteuern mehr anfallen und deshalb kein Geld mehr vorhanden ist).
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Beratungsklau: Darum schließt der „Reiseshop“ in Kiel nach über 40 Jahren
Beratungsklau: Darum schließt der „Reiseshop“ in Kiel nach über 40 Jahren
Nach über 40 Jahren schließt der „Reiseshop“ in Kiel. Ein Grund: Potenzielle Kunden lassen sich im Geschäft beraten, kaufen aber online. Dieses Verhalten schadet nicht nur dem Fachgeschäft für Outdoor-Ausrüstung. Die Geschäftsführerinnen sprechen von „Respektlosigkeit“.