Befristete Mietverhältnisse stellen eine enorme Belastung für Mietende dar. Sie bedeuten mehr Unsicherheit und Zukunftssorgen, sowie höhere Mieten. Befristete Mieten sind im Schnitt 1,6-mal so teuer wie unbefristete in Österreich. Aber Wohnen ist ein Grundrecht und darf kein Ablaufdatum haben. 1/
Die bestehende Durchschnittsmiete (inkl. Betriebskosten) für befristete Wohnungen liegt bei 13,20 Euro pro Quadratmeter. Für unbefristete sind es 9,09 Euro und damit über 4 Euro weniger. In Wien ist der Unterschied zwischen befristeten (14,89 €) und unbefristeten (9,44 €) besonders deutlich. 2/
Dazu kommt: Mietende in befristeten Mietverhältnissen müssen früher wieder auf Wohnungssuche gehen. Aktuelle Angebotsmieten liegen aber nochmal deutlich über den Bestandsmieten. Laut Momentum #Befristungsmonitor liegt der angebotene Quadratmeterpreis (inkl. Betriebskosten) bei 16 Euro im Schnitt. 3/
Unser #Befristungsmonitor zeigt interaktiv, wie sich Befristungen und die regionale Lage auf Mietpreise auswirken. Denn auch im Angebot sind befristete Mieten mit knapp 17,9 Euro/m² deutlich teurer als unbefristete mit 14,4 €/m². (Weitere Analysen auf https://www.mietmonitor.at/) 4/
Momentum Mietmonitor

Aktuelle Mietpreise und Befristungsquoten in Österreich. Analysiere regionale Unterschiede sowie befristete vs. unbefristete Mieten.

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Befristete Wohnungen, die unter das Mietrechtsgesetz fallen, müssen eigentlich 25 % günstiger sein als unbefristete. Doch freifinanzierte Neubauten, die teuersten Wohnungen am Markt, sind davon ausgenommen. Gerade dort, wo die Mieten explodieren, gelten die Schutzmechanismen nicht. 5/
Das macht Befristungen schon jetzt zu einem systemischen Preistreiber. Bisher hat ein Viertel einen befristeten Mietvertrag. Der #Befristungsmonitor zeigt, dass sich bei Angeboten unbefristete und befristete schon fast die Waage halten. Das birgt die Gefahr, dass Mieten noch prekärer wird. 6/
Vor allem junge Menschen sind davon betroffen. 64 Prozent der unter 35-Jährigen im privaten Mietsektor wohnen befristetet. Diese befristeten Mietverträge zwingen sie in eine teure Wohnspirale, in der sie alle paar Jahre umziehen und die damit verbundenen zusätzlichen Kosten stemmen müssen. 7/
Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Wer mietet, braucht Verlässlichkeit, keine Ablaufdaten. Ein transparenter Mietmarkt und strenge Regeln für Befristungen wären ein wichtiger Schritt, um leistbares Wohnen wieder möglich zu machen. 8/
Neues Momentum-Tool: Befristungsmonitor schafft mehr Transparenz über österreichischen Mietmarkt - Momentum Institut

Wie teuer Wohnen in Österreich ist, hängt nicht nur vom Wohnort ab – sondern auch davon, ob die Wohnung befristet oder unbefristet vermietet wird. Mit dem neuen Mietmonitor präsentiert das Momentum Institut erstmals ein interaktives Online-Tool, das zeigt, wie sich Befristungen und die regionale Lage auf Mietpreise auswirken. Neben den aktuellen Angeboten am Markt, zeigt die Denkfabrik in einer Aussendung noch den aktuellen Status Quo am Mietmarkt hinsichtlich des Befristungs-Anteils, durchschnittliche Quadratmeterpreise und wer befristet mietet. 

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