30. August, #MegaMarschBerlin ,
50km in 8h34min - eine mächtige Herausforderung bei wenig Lauftraining, das Durchziehen, der Zieleinlauf morgens um 4.00h. Dass ich das geschafft habe ... ja, hat mich bisschen stolz gemacht.

Aber wisst Ihr was ich richtig klasse fand?

Dass auch ein taubblinder Mann mit seinem #TBl Assistenten erfolgreich daran teilgenommen hat! Ich hatte die beiden am Start unter den hunderten Teilnehmenden gebärden sehen.

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#Taubblind beim #MegaMarsch

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Hatte mich am Start mit dem taubblinden Mann (geschätzt +/- 25 Jahre alt) in #Gebärdensprache unterhalten: er hat ein stark eingeschränktes Sichtfeld (blickt wie durch einen Tunnel mit Maximalradius von 5cm) - deswegen konnte er meine Gebärden sehen, da ich frontal vor ihm stand. Die Sehfähigkeit wird leider weiter abnehmen.
Es ist #Usher Syndrom: #Taubheit (oder bei anderen Betroffenen: hochgradige bis an Taubheit grenzende #Schwerhörigkeit) ist die weitere Indikation dafür.

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Als Kind war das Sichtfeld noch nicht so stark eingeschränkt, weshalb er Gebärdensprache noch visuell gelernt hat.

Durch #Lormen ¹ verständigt er sich mit seinem Marschbegleiter. Die beiden waren mit einem kurzen Band miteinander verbunden, so wie es bei #blinden Laufsportlern Usus ist.

Ich fand es klasse, dass der taubblinde Mann dabei war und auch einen sportlichen #Taubblindenassistenten für seine Laufbegeisterung gefunden hat!

#TaubBlind beim #MegaMarschBerlin #MegaMarsch

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¹Lormen / Lorm-Alphabet:
dient der Kommunikation von #Taubblinden untereinander.

Der „Sprechende“ tastet dabei auf die Handinnenfläche des „Lesenden“. Einzelnen Fingern sowie Handpartien sind Buchstaben zugeordnet.