Wurde neulich gefragt, weshalb ich nicht in der #FAU bin wo das doch eigentlich meine polit. Heimat sei.

Mein Einwand, dass ich einerseits Schwierigkeiten mit der als orthodox bis dogmat. empfunden Interpretation der anarchist. Philosophie Schwierigkeiten habe, und es andererseits als chronisch-kranker Erwerbsarbeitsloser eher schwer habe bei der Organisation in den Betrieben mitzuwirken, wurde in etwa wie folgt beantwortet:

„Aber wir bieten doch auch Hilfe für Arbeitslose an!"

Ja, eben, u.a. die FAU bietet Hilfe an, weil auch dort gefühlt fast alle Bildungsbürgerkinder ihren internalisierten Klassismus paternalist.-fürsorglich kultivieren, und gar nicht auf die Idee kommen diese Ansprache und Position zu hinterfragen.

„Aber wir bestreiken das Jobcenter!"

hätte mich vllt. neugierig gemacht, aber Leute, die in mir (und meinesgleichen) mehr Hilfebedürftigkeit als Potenzial sehen, erlebe ich im Alltag genug.

Das ist nicht sonderlich attraktiv, und vllt. liegt darin ja ein Grund, weshalb (erwerbslose) Arbeiter*innen der m.M.n. einzig vollwertigen weil auch polit. streikenden Gewerkschaft "nicht" die Bude einrennen, obwohl die Zeiten lange nicht mehr so lausig waren, wer weiß. 😐




@inkorrupt Unser Konzept ist durchaus erst mal die Selbstorganisation direkt Betroffener, erst dann wird sich bei Hilfeersuchen ein weiterer Kreis an Unterstützenden hinzugesellen. Eine bundesweite Erwerbslosenvernetzung klärt unter sich, was ihr wollt, dann kommen wir anderen Genossis dazu und machen mit.
@antars

Ich sag's mal so: Eine kritische Masse zur Selbstorganistion konnte ich per anekdotischer Evidenz nicht feststellen, und ich hab ja áuch nur eine These in den Raum gestellt woran das liegen könnte.

Schade, dass du darauf gar nicht eingehst, was meine These, dass z.B. auch du gar nicht auf die Idee kommst diese Ansprache und Position zu hinterfragen nicht wirklich widerlegt.

Insofern: Grau ist alle Theorie, was zählt is' auf'm Platz. 



@antars

PS: Ein weiterer Punkt, den du mehr oder weniger bestätigst ist das mit der #Orthodoxie, dem Dogmatismus und #Klassismus.

Ich sage ja nicht, dass eure Herangehensweise falsch ist, ich stelle lediglich fest, dass sie nicht funktioniert.

Aber anstatt die Gelegenheit zu nutzen einen Betroffenen zu seinen Bedürfnissen und seiner Perspektive zu befragen, und vielleicht ein Gefühl dafür zu bekommen wie ihr eine Gruppe von Menschen für euch einnehmen könnt, zu der ihr weitestgehend und du selbst augenscheinlich sicher nicht gehörst, hälst du es für sinnvoller euer Konzept hier öffentlich wiederzukäuen. Yay. 🙄

Und wenn eins #Dogmatismus an etwas erkennen kann, dann daran, daß er auf alles eine Antwort weiß, aber so gut wie nie Fragen stellt. 🤷