Als Theophil Georgi 1742 erstmals Buchtitel mit Preisen veröffentlichte, war die Aufregung groß. Denn wer Preise sichtbar macht, schafft Markttransparenz – und Streit. Michael Knoche erzählt, wie aus losen Taxen, Rabattschlachten und Standortvorteilen allmählich ein fester Ladenpreis wurde 👇
Hatten Bücher immer schon einen festen Ladenpreis? Episoden aus der Geschichte des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der seinen 200. Geburtstag feiert (8)
Als der Leipziger Buchhändler Theophil Georgi im Jahr 1742 damit begann, sein Allgemeines europäisches Bücherlexikon zu veröffentlichen, das am Ende rund 120.000 Titel verzeichnete, stieß er bei seinen Kollegen durchaus nicht auf Begeisterung. Denn das umfassende Verzeichnis der damals lieferbaren Bücher enthielt erstmals auch die Angabe, wie teuer der einzelne Titel war. Die Buchhändler befürchteten, auf den angegebenen Preis festgenagelt zu werden und keinen höheren...