„Als das Internet dann in Gestalt eines reisenden Protokollanten in Marzahn aufgetaucht war, hatte Maja es kaum fassen können. […] Der Reisende hatte einen Laptop dabei, mehrere Festplatten, SD-Karten und USB-Sticks, auf denen jeweils die neueste Version einer ständig wachsenden Enzyklopädie gespeichert war. (1/3)
[…] Die Reisenden verteilten überall, wo sie hinkamen, die Speichermedien, sammelten alte Datenträger ein, bespielten sie, wenn sie den passenden Adapter fanden, mit der aktuellsten Version der Enzyklopädie und reparierten defekte Computer zumindest so weit, dass sie für die kleine Enzyklopädie und das Schreiben und Speichern von Protokollen benutzt werden konnten, ohne die wenigen Solarstromquellen allzu stark zu beanspruchen. (2/3)
Wo die Enzyklopädie schon einmal hingekommen war und fortan Ideen, Probleme und Lösungsversuche, Techniken, Praktiken, Innovationen protokolliert wurden, hinterließen die reisenden Protokollant*innen, die, wann immer sie auf eine neue Gemeinschaft trafen, mehr zu werden schienen, nicht nur die neuste Version, sondern erweiterten diese gleichzeitig um die vor Ort gesammelten Protokolle.“ (Luise Meier: #Hyphen, S. 23f) (3/3)