Entdeckungen am Wegesrand-50

Der Schopf-Tintling (Coprinus comatus), auch Spargelpilz, Porzellantintling oder Tintenpilz genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Champignonverwandten. Er ist in Europa heimisch, häufig und jung ein ausgezeichneter, wenngleich nicht sehr haltbarer Speisepilz, denn alte Exemplare zerfließen nach der Reife zu einer tintenartigen Flüssigkeit.

© Fotos: Lutz Wolfram

Quelle und weitere Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schopf-Tintling

#Schopftintling

Die Art ist kultivierbar, im Handel wird beispielsweise Körnerbrut angeboten, die vom Pilzgeflecht durchwachsen ist.
Er wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2024 ernannt.
Der Hut ist 5–10 cm hoch und 3–6 cm breit. Bei jungen Exemplaren ist der Hut ei- bis walzenförmig, mit zunehmendem Alter öffnet er sich und wird allmählich glockenförmig.
Die anfangs fast reinweiße, nur am Rand schwach beige bis rosa und an der Spitze rötlich bis bräunliche Huthaut der Außenseite reißt mit dem Wachstum zu Schuppen auf. Das Fruchtfleisch ist weiß und dünn. Die Lamellen sind anfangs aufgrund der Hutform nicht sichtbar, jung weiß, später rosafarben. Im Alter lösen sich Hut und Lamellen in einer tintenartigen Flüssigkeit auf. Dieser Prozess ist eine Autolyse. Diese Eigenart ist eine Methode, Sporen zu verbreiten.
Diese tropfen mit der Flüssigkeit ab, werden parallel aber auch als Staub durch Luftbewegungen verbreitet. Der knollige, geschuppte, längsfaserige Stiel ist weiß, hat einen Durchmesser von 1–2 cm und trägt einen schmalen, häutigen und unverwachsenen Ring.
Verwechslungsgefahr besteht unter Umständen mit dem ebenfalls genießbaren Falten-Tintling (Coprinopsis atramentaria), der allerdings in Verbindung mit dem Genuss alkoholischer Getränke zu Vergiftungserscheinungen führt.
Der Schopf-Tintling kommt an Wegrändern und auf Wiesen vor.
Die Fruchtkörper erscheinen ab April bis tief in den November hinein, in Mitteleuropa erreicht die Fruktifikation im September ihren Höhepunkt.