Soeben kam mir eine bekannte Melodie in den Sinn - von der mir partout nicht einfallen wollte, aus welchem klassischen Stück sie stammt.

Bei dieser Gelegenheit habe ich nun 50 Jahre nach dessen Erfindung endlich von der Existenz des Parsons-Codes erfahren. Man gibt mit Buchstaben vom Startton (*) aus an, ob der jeweils nächste Ton höher (Up), tiefer (Down) oder gleich hoch (Repeat) ist. Mit dieser Zeichenfolge (z. B. *DDUDDUUU) kann man dann bei musipedia.org/melodic_contour.… in der Datenbank der Musikstücke suchen lassen.

Meine Melodie stammt aus „Der Schwan" von Camille Saint-Saëns.

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by Melodic Contour: Musipedia Melody Search Engine

A search engine for tunes and musical themes and a collaborative music encyclopedia. Only the melody needs to be known to search Musipedia or the Web. The melody can be played on a keyboard or whistled or sung to the computer. The Musipedia collection is editable by anybody, just like Wikipedia.

@Andreas Kilgus
Den Parsons-Code kannte ich, aus alten Nachschlagewerken, so in Buchform gab es das früher...
Aber musipedia kannte ich nicht, wie cool!
@sophie Bist Du in den Nachschlagewerken zufällig darauf gestoßen - oder war der Parsons-Code gar Bestandteil von Unterricht oder Studium?
@Andreas Kilgus der Vater einer Freundin hatte so ein Nachschlagewerk für Operetten. Aber ich würde davon ausgehen, dass solche Nachschlagewerke auch in der Bibliothek der Musikuni zu finden sind.
@sophie Ich muss da nochmal doof nachfragen: Wie muss ich mir das mit den gedruckten Nachschlagewerken vorstellen?
Sind diese einfach nur ein endloses alphabetisch sortiertes Register mit allen darin erfassten Parsons-Codes, hinter denen jeweils die zugehörigen Musiktitel stehen? Und darin blättere ich dann nach meiner selbst konstruierten Zeichenfolge so lange, bis ich die Entsprechung gefunden habe?
@Andreas Kilgus jo, genau so  
Es gibt ja bekanntlich keine doofen Fragen...

@sophie Ok, danke für die Bestätigung.

Ich bin einfach immer noch etwas fassungslos, dass ich, obwohl nun 50 Jahre seit meinem ersten Instrumentenkontakt vergangen sind und ich seit über 35 Jahren ernsthafter in einer erklecklichen Vielfalt von Stilen und Kontexten musiziere, trotzdem bis zum heutigen Tag noch nie von diesem wirklich pfiffigen und für die Recherche erstaunlich gut funktionierenden Parsons-Code gehört hatte.

Bonus: Hätten die vollkommen veralteten Flash-Werkzeuge der Musipedia-Seite noch funktioniert, hätte ich mir ja wahrscheinlich noch nicht einmal die Recherchemöglichkeit mit diesem komischen WTF-Parsons-Code angeschaut.

Das war eine echt sehr coole Entdeckung heute. Und die Information Deinerseits, dass das auch noch schon seit Ewigkeiten in Printform existiert, setzt noch einen obendrauf.