Woran ich denke, wenn ich Verpackungen umständlich auseinanderfummel um Papier & Plastik ordentlich zu trennen:

@kattascha Ich mache so etwas beruflich: Versuchen, den Menschen beizubringen, dass es sinnvoll ist, den Deckel vom Joghurtbecher abzureißen, damit beides besser recycelt werden kann und wir unsere natürlichen Ressourcen schützen müssen.

Gleichzeitig fliegen Überreiche mit 100 Privatjets zu einer Hochzeit nach Venedig oder mit zwei Superjachten zum Heli-Skiing von Amerika nach Norwegen.

Manchmal möchte man einfach nur alles hinschmeißen und sagen "Na, dann halt nicht, liebe Menschheit."

@m_eick @kattascha Dabei sollte aber immer mitgedacht werden, dass die tatsächliche Recyclingquote in Deutschland unter 10% liegt. Daran muss ich immer denken, wenn mir Leute nahelegen, dass ich unbedingt die Stanniolfolie vom Joghurtbecher trennen soll! Joghurt kannst du auch im Mehrwegglas kaufen. Da findet dann auch tatsächlich Recycling statt. Alles andere sind praktisch unnötige Ersatzbeschäftigungen einer in weiten Teilen unnötigen Verpackungsindustrie...

@JDP2000 @m_eick @kattascha

Wir könnten uns darauf einigen, das Mögliche Sinnvolle zu tun.

Und ja, mich ärgert es auch, wenn manche - und dann ausgerechnet die, die alle Möglichkeiten hätten - gar nichts tun. Aber das hindert mich selbst im Grunde nicht.

@tarbonam @m_eick @kattascha Okay ... mich ärgert gerade mein eigener Kommentar, weil er unterschlägt, dass @m_eick eigentlich inhaltlich was ganz Richtiges gesagt hat. Aber das Beispiel mit dem Joghurtbecher hat mich da 'n bisschen getriggert, weil ich's einfach krass finde, dass bspw. Bayer die Böden auf der ganzen Welt mit Glyphosat vergiften darf, während wir hier friedlich Müll sortieren, der anschließend verbrannt wird...jaja whataboutism...aber es ist doch trotzdem so...
@tarbonam @m_eick @kattascha Vielleicht wäre es sinnvoller, den Müll nach Marken zu sortieren und den Herstellern und Vertrieben regelmäßig auf deren Betriebshöfe zu kippen...
@JDP2000 @tarbonam @kattascha Das mit dem "auf den Hof kippen" ist eine gute Idee. Momentan haben wir im Verpackungsbereich nur eine Art modernen Ablasshandel: Ich produziere irgendeinen Rotz, der sich nicht recyceln lässt, und bezahle die Dualen Systeme dafür, dass sie sich um die Entsorgung kümmern. Und das nennt sich dann "erweiterte Herstellerverantwortung". Demnächst auch bei der Textilherstellung zu bewundern.