Ich schaue gerade die Doku-Reihe über Lana Kaiser, "Die Küblböck-Story" in der ARD Mediathek. Es ist so krass, wie 2000er Fernsehen mit Queerness umgegangen ist, mit Anderssein, mit Ich-passe-nicht-in-eure-Rolle.
Ich schaue gerade die Doku-Reihe über Lana Kaiser, "Die Küblböck-Story" in der ARD Mediathek. Es ist so krass, wie 2000er Fernsehen mit Queerness umgegangen ist, mit Anderssein, mit Ich-passe-nicht-in-eure-Rolle.
Die Doku geht da aber auch gut drauf ein bisher. (Folge 1)
Aber es fällt mir echt schwer, zuzuschauen. Jetzt im Nachhinein fällt es mir nochmal schwerer, denn ich war nur ein paar Jahre jünger als Lana, auch queer, auch keine Ahnung, wer ich eigentlich bin und wo ich hin will mit mir... und dann sehe ich im Fernsehen, dass das auf jeden Fall nicht ok ist.
Lana redet in den Comeback-Interviews auch negativ über die "schrille" Vergangenheit. Wird natürlich zuerst immer von der anderen Seite angesprochen und diese Antworten werden heraus gekitzelt.
Vor allem im Hinblick auf das spätere Coming Out als trans Frau macht mich das schon auch traurig. Aber was ja für "ganz normale Teenager" schon schwer genug ist, kann für Teenager im Rampenlicht nur noch schwerer sein: die eigene Identität finden, ob queer oder anders anders...
Mari Günther in der Doku 😍
Ich durfte Mari Günther über meine frühere Arbeit kennenlernen. Rückblickend verdanke ich ihr eigentlich mein körperliches Selbstbewusstsein, das ich heute habe, weil ich bei einer Fortbildung von ihr mal so einen krassen Aha-Moment hatte und das meinen ganzen Weg zu einem guten Körpergefühl geöffnet hat. 🥹❤️
Lana Kaiser wäre heute mit Sicherheit eine wunderbare Künstlerin, die ihren Weg gefunden hätte, die die Sozialen Medien nutzen würde, um ihre Identität auszudrücken, ihr Leben zu teilen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Sie wäre ein wichtiges Mitglied unserer Community.
Rest in Power, Lana.