Die Hamas veröffentlichte nicht einfach Fotos vom abgemagerten Evyatar David. Sondern auch ein Bild, auf welchem er zusammen mit hungernden Kindern aus Gaza abgebildet ist, im Hintergrund Netanyahu mit Hitlerfrisur und -bart, im Hintergrund KZ-Überlebenden in schwarzweiß. Betitelt "Holocaust 2025".
Die Hamas weiß ganz genau, was sie da tut. Sie weiß, wie die Welt solche Propaganda wahrnimmt, wie Medien und ihre Unterstützer*innen und ihre Feind*innen damit umgehen und was davon weiterverbreitet wird.
Natürlich wissen sie auch, was vor allem in Deutschland passiert. Auch sie sehen, wenn eine Journalistin zum wiederholten Male einem ihrer Funktionäre ein Interview gibt und dies bis auf Kritik keinerlei Konsequenzen erfährt.
Daher propagieren sie genauso wie ihre internationale Unterstützer*innenschaft die gleichen NS-Vergleiche. Weil sie wissen, dass es funktioniert und auf fruchtbarem Boden landet.
Das Timing ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht umsonst gewählt. Die ganze Welt blickt gerade auf die hungernden Menschen in Gaza, während das Wohl der Geiseln in den Händen der Hamas kaum noch Beachtung findet, weder von NGOs, Menschenrechtsaktivist*innen, noch von der israelischen Regierung.