Klingt kontraproduktiv, dient aber der Baum Gesundheit: Rindenschlitzen.

Gerade bei starkwüchsigen Bäumen steht die Rinde eigentlich permanent unter Spannung – sie wächst nicht so schnell wie das Cambium da drunter.

Wenn dann noch plötzlich mehr Sonne auf den Stamm kommt, weil man die Krone ausgerichtet hat, dann kann das zu Rissen führen. Die sind ein Zugang für Pilze.

Also macht man vorher kleine Schnitte: die kriegt der Baum schnell wieder zu.

Es ist schon krass zu sehen, wie sich die Rinde langsam entspannt und der Schlitz immer größer wird.

Da gibt es sogar Spezialgeräte für. Soll auch gegen Wildverbiss helfen.

https://www.fluegel-gmbh.de/produkte/pflanzenschutz/schaelschutz/rindenschlitzgeraet-f04080

@hof

Weil das Wild dann keinen Ansatzpunkt zum Knabbern findet?

@CGdoppelpunkt weil das Narbengewebe wohl nicht schmeckt und weil man keine Streifen mehr von der Rinde abziehen kann.

Vermute ich.

@hof
Hast du längerfristige Erfahrungen? Das ist keine Eintrittsstelle für Pilze? Ich bin skeptisch bei Obstbäumen, bei Nadelbäumen mag das funktionieten ...

@rotsdauw ich sehe vor allem dass die Rinde bei nahezu allen starkwüchsigen Neupflanzungen nach 10 Jahren oder so massiv reist und der Baum die dann nicht mehr zu bekommt. Ich hab grad nicht die Muße Fotos rauszusuchen, aber wenn du in jungen Streuobst Beständen unterwegs bist, hast du das bestimmt schon mal gesehen.

Kleine Schnittverletzungen überwallt grade Kernobst sehr schnell.

@rotsdauw sowas sieht man relativ häufig bei noch recht jungen Bäumen. Dagegen soll das Rindenschlizen helfen.