*setzt das #FediLZ in Brand*
@herr_mess Bildbeschreibung:
Sind Quereinsteiger die besseren
Lehrkräfte?
Immer mehr Menschen werden Lehrer ohne ein abgeschlossenes Lehramtsstudium, dafür mit Berufserfahrung außerhalb des Klassenzimmers. Befürworter sehen darin eine Chance. Experte Klaus Klemm hingegen warnt eindrücklich.
Von Lukas Hildebrand
@herr_mess Es hängt auch vom Fach ab, meiner Meinung nach.
@MauroV1968 @herr_mess Ich hatte (vor etwa 25-30 Jahren) den Quereinstieg erwogen und lange überlegt. Ich gebe Mauro Recht, es kommt auf das Fach an und ob auch entsprechende „soft skills“-Erfahrung hast. Warum ich es dann doch nicht gemacht habe? Die Unbeweglichkeit des Systems und die Erfahrung, dass ich in Settings wie Sommercamps oder der Erwachsenenbildung deutlich wirksamer sein konnte, weil weniger Restriktionen und schnellere Anpassung an die Lebenswirklichkeit.

@herr_mess
Eine schöne pauschale Überschrift...
Muss natürlich so sein:-)

Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen muss eine "gute" Lehrkraft mitbringen?
Ich freue mich auf eure Aufzählung:
1. Elternersatz
2. Berufberatung und -begleitung
3. Fachliche Kapazität
... {n}

Und jetzt kreuzen wir pauschal an, was sicher jede Quereinsteiger:in immer, also ganz sicher, tausendprozentig, ohne jede Zweifel immer besser kann.

@herr_mess Totalausfälle und Juwelen habe ich aus beiden Gruppen schon erlebt - ist und bleibt aber anekdotisch. Wenn ich die Anzahl der Lieblingskolleg*innen (auf Arbeitsebene) aus beiden Gruppen ins Verhältnis zu ihrer Gruppengröße setze, scheine ich aber - als Kolleg*innen! - Quereinsteiger*innen zu bevorzugen. Da fehlt aber massiv die Perspektive der Hauptpersonen: die der SuS.
Puh puh puh. Immer auch: Wo? In der Grundschule? Einem Landgymnasium? Einer schwierigen Stadtteil-Schule? Die Quereinsteiger sind so heterogen wie die Schullandschaft und wie die studierten Kolleg:innen.

@herr_mess

In der Berufsschule und höheren Berufsbildung bei uns im Großen und Ganzen definitiv. Die Unipädagogik kannst du da eh in die Tonne kloppen, und in RLP haben auch die Quereinsteiger ein komplettes Ref plus pädagogische Grundbildung.

Fachlich stehen sie eher über uns, und sie haben mehr Praxiserfahrung. Hätte ich keine Ausbildung und n paar Handwerker im Bekanntenkreis, wäre ich bezüglich praxisnaher Unterrichtsplanung völlig verloren. Der einzige Kollege ohne Praxiserfahrung... 1/3

@herr_mess
..aus der Fachbildung, den ich kenne, hat in den ersten Sommerferien erst mal freiwilliges Praktikum auf der Baustelle gemacht, weil er gemerkt hat, dass er keine Ahnung hat, was für die wirklich wichtig ist.

Imho fußt das Beharren auf einer klassischen Lehrerausbildung in der beruflichen Bildung nur darauf, dass man uns besser festnageln kann. Oder anders gesagt: Ein Ingenieur kommt leichter wieder raus.
2/3

@herr_mess
Dazu kommt: Die Quereinsteiger in den Ingenieursfächern und den meisten MINT-Fächern sind tatsächlich oft Idealisten/Überzeugungstäter. DIE gehören nämlich zu den wenigen, die draußen echt mehr verdienen können.
3/3
@herr_mess Bei unseren QuereinsteigerInnen (mit Ref) fällt mir vor allem auf, dass sie so sehr für ihr Fach brennen und vor Begeisterung fast glitzern (und so gut unterrichten wie alle anderen auch) - das finde ich einfach toll!

@herr_mess

Irgendwie keine echte Frage, sondern eine Notwendigkeit um gerade in Mangelfächern Unterricht noch flächendeckend anbieten zu können.