@antifaticker

1/7 Zum Naziaufmarsch von #NoHeimat, #NoJN und „Der Störtrupp“ heute ab 14 Uhr in #Apolda mobilisiert auch der #NoAfD-Stadtrat Simon Ehrenreich, während sich sein Kreisverband und ein #NoAfD-Landtagsabgeordneter distanzieren. Ehrenreich, der seine Beteiligung am Naziaufmarsch als konsequenten Kampf gegen Antisemitismus (von nicht-Weißen; https://archive.ph/eqbQ5) verstanden wissen will, geht seit Jahren gemeinsam mit Nazis auf die Straße. Doch auch seine sich zum Schein distanzierenden Parteikollegen stehen ihm dabei in nichts nach.

https://social.tchncs.de/@recherche_jena/114830568962501577

2/7 Simon Ehrenreich fiel schon am 17.8.2017 am Rande einer CDU-Veranstaltung mit Angela Merkel in #Apolda auf, als er zusammen mit Matthias Brandt (rechtes Bild 1.v.l.) aus Schwarza (#Saalfeld-Rudolstadt) Teil einer brüllenden Gegenaktion gegen „Volksverräter“ war.
Brandt ist ehemaliges NPD-Kreistagsmitglied und bundesweit in Shoa-LeugnerInnen-Netzwerken aktiv. Zudem hält er als Onkel des #NSU-Helfers und früheren V-Manns Tino Brandt als einer der wenigen Neonazis noch zu dem wegen Zwangsprostitution und Vergewaltigung von Jugendlichen verurteilten Neonazi.

Zum Zeitpunkt der gemeinsamen Aktion mit dem Neonazi Matthias Brandt war Simon Ehrenreich bereits seit zwei Jahren #NoAfD-Mitglied. (Bilder: Youtube)

3/7 Simon Ehrenreich stand auch lange an der Spitze der #Apolda|er Montagsdemos, die wie überall sonst auch ein Treffpunkt für Neonazis und ReichsbürgerInnen waren. Hier am 24.10.2022. (Foto: Thüringer Allgemeine)
4/7 Sowohl Ehrenreichs #NoAfD-Kreisverband #WeimarerLand, als auch der #Apolda|er-MdL Peter Gerhardt (#NoJA) distanzierten sich von Ehrenreichs Mobilisierung unter Verweis auf die aufrufenden Neonazi-Netzwerke. Das ist mehr als scheinheilig: Gerhardt stand mit der JA regelmäßig Seite an Seite mit Identitären und Neonazis auf der Straße. Während er sich nun unter Verweis auf „Freie Sachsen“ und „Heimat“ distanziert (https://archive.ph/eqbQ5), marschierte er etwa (mittig hinter Banner) am 21.9.22 unmittelbar hinter den ReichsbürgerInnen von „Freies Thüringen“, hier in Person der #Gera|er Neonazi-Aktivistin Evelyn Gropp (Aktivistin von „Die Heimat“ Gera) durch #Erfurt. Im Vordergrund ist zudem der #Eisenach|er Reichsbürger und #NoHeimat-Aktivist Aike Peter zu sehen. (Foto: Antonio Müller)

5/7 Um zu verdeutlichen, wessen Aufmarsch die #NoAfD hier unterstützt: Einer der Aufrufenden aus der #Apolda|er Naziszene ist Christian Meister, der im nahegelegenen #Wormstedt den „Car Point 88“ KfZ-Service betreibt. Meister ist seit ca. 20 Jahren Teil der Kameradschaftsszene und organisierte u.a. mit den „Turonen“ das Rechtsrockfestival 2018 in Apolda. 2020 dokumentierten wir Meister als einen der Teilnehmer des Neonazi-Gedenkens zum Volkstrauertag, aus dem heraus ein protestierender Pfarrer brutal angegriffen wurde.

https://rechercheportaljenashk.noblogs.org/post/2020/11/18/volkstrauertag-apolda-bekannte-neonazis-und-rechtsrocker-attackieren-couragierten-pfarrer/

Christian Meister ist seit einigen Monaten bundesweit als Aktivist von „Der Störtrupp“ (DST) aktiv und organisiert als solcher Neonazi-Aufmärsche mit, zuletzt in #Pforzheim am 14.6.2025. (Foto: Thomas Witzgall).

6/7 Beim selben Aufmarsch in #Pforzheim waren #NoHeimat-Bundesvorstand und #NoJN-Ostthüringenchef Christian Klar und Etienne Klupp aus #Gera dabei. Eben die beiden mobilisieren mit ihren Netzwerken für heute auch nach #Apolda, weswegen mit einer Beteiligung des neonazistischen und von Reichsbürgern geprägten Geraer Montagsdemo-Milieus, der aktuell wiederbelebten Thüringer JN, die auch wenige Aktivisten in Apolda und der Region #WeimarerLand / #Sömmerda hat, und weiterer Neonazigruppen zu rechnen ist. (Foto: Thomas Witzgall)
7/7 Wir hoffen daher heute auf einen starken Gegenprotest, der den blau-braunen Aufmarsch in #Apolda nicht nur begleitet, sondern auch merklich stört. Die Aufmerksamkeit auf die Verhältnisse in der Kreisstadt Apolda sollte zudem nicht nur heute gelten: Wie wir mit zahlreichen Recherchen seit Jahren versuchen zu dokumentieren, hat die Stadt langgewachsene Nazistrukturen, die durch ein Jahrzehnte von einem offenen Rassisten geführtes Landratsamt flankiert wurde. Neben mehreren Neonazi-Treffpunkten in der Stadt und außerhalb gibt es zudem seit einem Jahr eine Mobilisierung rechter Jugendlicher durch den Neonaziteil der #RWE-Fanszene in die "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ) des III. Weg und neuerdings auch durch die JN. Das Gewaltniveau dieser Szene nimmt schon länger wieder zu.