Waren die beim Spiegel noch nie in einer U-Bahn oder bins ich?
@schaffertom Die Hintergründe für die Ausgestaltung des Innenraums sind für mich alle soweit nachvollziehbar: Sitzzugang verbessern, indem die Sitze zum Gang zeigen, Gangbreite zwischen den Sitzen vergrößern, Bereiche um die Türen herum von Wänden und ähnlichen Barrieren befreien, um die Einsteigezeit zu verringern, Kapazität erhöhen. In meinen Augen ist an der Argumentation nichts zu meckern... außer, man hält die Einbußen im Fahrkomfort durch weniger Sitzplätze dagegen. Gruß, ein ÖPNV-Pendler.

@Mortimer8701 @schaffertom Es wäre halt nett, wenn man auch die Bedürfnisse von Senior:innen, Behinderten, Schwangeren oder auch einfach Erschöpften mitdenken würde. Wir sind eine alternde Gesellschaft.

Dazu kommt ein psychologisches Moment: Gedrängtes Stehen mit Atem oder Rucksack des Mitfahrenden im Gesicht schafft Stress. Gegenübersitzen ist dagegen entspannt und zugewandt, man lächelt einander an, kommt ins Gespräch, kann lesen - und ist davor geschützt, physisch bedrängt zu werden.

@sudelsurium @schaffertom Die Sitze sollen ja nicht abgeschafft, sondern lediglich in ihrer Anzahl um etwa 30% reduziert werden. Deshalb zieht das Argument mit der Vernachlässigung von Benachteiligten für mich nicht: so viele Personen dieser Gruppe gibt es pro Fahrt praktisch nie. Und was die Gespräche angeht, es ist auch heute schon der Normalfall, dass die Leute im Nahverkehr ihr eigenes Ding machen, mich eingeschlossen. Im Fernverkehr ist man gesprächiger, aber wirklich spezifisch dort.

@Mortimer8701 Ich hatte nur die Headlines gelesen, da der Artikel nicht verlinkt ist. Deshalb war mir der Anteil nicht bekannt.

Die Zahl der Sitzplätze empfand ich aber früher, wenn ich schwanger war, und auch heute mit geschärftem Blick für Ältere als nicht ausreichend, wenn Bus & Bahn voll sind.

Ich selbst sitze definitiv lieber. Als eher kleine Frau fühle ich mich sonst bedrängt und herumgeschubst - kurz: gestresst.
Zu Stoßzeiten lieber dichter takten, als die Passagiere enger zu packen.