Aus Gründen habe ich gerade einmal wieder das „Magnificat“ (Luk. 1,46 ff.) gelesen und kann der Interpretation von Wilhelm Fuhrmann nur zustimmen: er beschreibt das Lied Mariens als „Revolutionslied“, das auf die totale Veränderung der Zustände und Verhältnisse ziele: Den Armen und Ohnmächtigen solle geholfen werden, und zwar auf Kosten der Reichen und Mächtigen. ⬇️
➡️ Es sei beachtlich, dass dieses Weltrevolutionslied von Lukas einer Frau in den Mund gelegt werde. Maria erlebe durch die Geburt Jesu ihre „Ent-Niedrigung“.
Ich finde: es lohnt sich tatsächlich, solche alten Texte und Gesänge immer mal wieder zu lesen oder zu hören. Vieles erschließt sich einem erst nach einiger Zeit.
Ich werde das Magnificat künftig wohl anders hören und verstehen als bislang!
