Österreichs #Privatvermögen steigen deutlich schneller als die Staatsverschuldung. Seit 2020 legte das Netto-Finanzvermögen privater Haushalte und Unternehmen um 10.419 Euro pro Kopf zu, die #Staatsschulden nur um 3.670 Euro. Zur Budgetsanierung wären mehr vermögensbezogene Steuern wünschenswert. 1/
Haushalte und Unternehmen besitzen immer mehr Geld. Das zeigt unsere Auswertung des Netto-Finanzvermögens in Österreich auf Basis von Zahlen der Europäischen Kommission. 2/
Allein in den letzten fünf Jahren stieg der Wert des privaten Finanzvermögens (minus Finanzschulden) stark an: von 27.653 auf 38.072 Euro pro Kopf. Die #Staatsschulden (minus staatlichen Finanzvermögens) stiegen aber nur leicht: von 21.729 auf 25.399 Euro pro Kopf. 3/
Im langfristigen Vergleich verstärkt sich die Tendenz: Das private Finanzvermögen pro Einwohner:in hat sich in den letzten 25 Jahren nahezu versiebenfacht. Die staatlichen Schulden stiegen im letzten Vierteljahrhundert nur auf knapp das Dreifache. 4/
Großes Finanzvermögen ist nicht gleichmäßig unter allen Menschen in Österreich verteilt, sondern in den Händen von wenigen konzentriert: Die reichsten 10 Prozent besitzen 60 Prozent des Finanzvermögens, die untere Hälfte nur 11 Prozent. 5/
Laut Global Wealth Report der BCG kontrollieren die reichsten 400 Personen in Österreich – gerade einmal 0,01 Prozent der Bevölkerung – sogar mehr als ein Drittel (36 Prozent) des gesamten Finanzvermögens, während 80 Prozent der Bevölkerung – mehr als 7 Millionen Menschen – zusammen mit 33 Prozent in etwa genauso viel besitzen. 6/
Die finanziellen Gewinner:innen der letzten Jahrzehnte sind die reichsten Haushalte. Wenn der Staat Schulden aufnimmt, profitieren vor allem jene, die bereits über hohes Finanzvermögen verfügen. Sie kassieren auch die Zinsen. Es wäre daher nur sinnvoll, dass sie auch mehr zur #Budgetsanierung beitragen. 7/
Deshalb wären die Wiedereinführung der #Vermögensteuer sowie der Erbschafts- und Schenkungssteuern wünschenswert. Auch eine höhere Kapitalertragsteuer kann einen Teil der Vermögensgewinne abschöpfen. 8/
Private Vermögen wachsen schneller als Staatsschulden - Momentum Institut

Die privaten Vermögen in Österreich steigen deutlich schneller als die Staatsverschuldung. Seit 2020 legten die Staatsschulden pro Einwohner:in netto um 3.670 Euro zu, während das Netto-Finanzvermögen der privaten Haushalte und Unternehmen gleichzeitig um 10.419 Euro pro Kopf anstieg. Für die Budgetsanierung wären mehr vermögensbezogene Steuern daher empfehlenswert.

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