CSD München: Warum ich als trans Frau mit Behinderung den CSD boykottiere - Sexabled

Der CSD München ist von einer politischen Demonstration zur kommerzialisierten Party verkommen – ein persönliches Statement.

Sexabled
Ich boykottiere den CSD München, weil er längst nichts mehr mit dem Kampf an den Rändern unserer Community zu tun hat. Weil dort Banken, Parteien, Polizei und Militär mehr Platz haben als queere Geflüchtete, queere BIPoC, Menschen mit Behinderung, Neurodivergente, Sexarbeitende und all die, deren Kämpfe unbequem sind.⬇️

Aber:
❌ Das ist kein Boykott von Prides an sich.
❌ Das ist kein Boykott von queerer Sichtbarkeit.

🌿 Ich stehe für jene Prides, die ihren Ursprung ernst nehmen: Stonewall war ein Aufstand.
🌿 Ich stehe für intersektional queerfeministische Prides, die sich nicht kaufen lassen.
🌿 Ich stehe für Bewegungen, die die Kämpfe von mehrfach marginalisierten queeren Menschen sichtbar machen – und sich nicht in Sponsoren-Logos und Feigheit verstricken.⬇️

Wir brauchen keine pink gewaschenen Großevents, die sich in Sicherheit wiegen.
Wir brauchen radikale, politische, solidarische Räume.
Wir brauchen Prides, die mutig sind.
Die unbequem bleiben.
Die kämpfen.
Die erinnern, woher wir kommen.
Und warum wir immer noch auf die Straße müssen. ✊🏳️‍🌈

Unsere Welt verändert sich.
Unsere Kämpfe verändern sich.
Unsere Prides müssen es auch.

Stonewall war ein Aufstand.
Prides müssen wieder Aufstände werden.⬅️

@Sexabled
Von der Donnersberger Brücke sieht man eine riesige Regenbogen Banner seidlich am Google Gebäude. Sind auch stark als Sponsor aufgetreten. So verlogen. Wenn sie es ernst meinen würden, wären sie in USA nicht eingeknickt.

@Sexabled
Ich finde das diesjährige Motto in München aber auch stark und an die Aufstände erinnernd.

Liberté Diversité Queerité

@LeelaTorres Jetzt noch umsetzen. Dann sind wir schon ein ganzes Stück weiter.