@tobi82 @DerTapfere Ich kann die grundlegende Sorge verstehen, aber im Gegensatz z. B. zur Kennzeichnung als Jude in den 1930+ern ist das ja was sehr spezifisches Zweckgebundenes, was man nur in bestimmten Situationen rausholt und nicht den ganzen Tag offen trägt. Liest sich für mich eher wie ein Ausweis für Menschen mit Schwerbehinderung, aber mit weit weniger bürokratischen Hürden. Wenn jemand vorbeikommt, um die Fahrkarte zu kontrollieren, hängt man es sich halt um, und wenn das durch ist, hängt man es wieder ab.
Ich für meinen Teil hätte gerne so ein Ding für wenn ich direkt nach Betreten des Zuges, aber vor Kontrolle des Tickets, dringend wegen meiner Behinderung aufs Klo muss. Denn das kann eine Weile dauern und dann weiß im Zweifelsfall das Personal Bescheid, dass ich nicht einfach ne Person ohne Ticket bin, die versucht, sich auf dem Klo einzusperren, um der Kontrolle zu entgehen. (Ein Schwerbehinderungsausweis würde das auch erfüllen, aber die bürokratischen Hürden sind unheimlich hoch. Den werd ich in absehbarer Zeit nicht bekommen.) Das ist aber ne total seltene Situation, bei der Kontrolle meines Fahrscheins brauch ich das nicht. Daher wär das Ding zu 95% der Zeit in meiner Tasche oder zu Hause und würde mich nicht irgendwie "brandmarken".