#Rehkitzrettung
Heute Teamwechsel und damit ein neues Werkzeug. Da die Kitze immer größer werden, steigt auch das Risiko, dass ein Kitz abspringt, bevor der/die Helfer*in die Fundstelle erreichen kann.

Trotzdem könnten sie noch vermäht werden, denn ein Traktor mäht viel schneller als ein Mensch zu Fuß.

Mit einem Kescher haben wir die Chance, auch ein älteres Kitz zu sichern.

1 Einsatz, über 60 Hektar mit 1 Drohne abgeflogen (Vereinsrekord!), kein Kitz gesichert, aber einige vom Feld vertrieben.

Mit dem Kescher durfte ich mich 4x anpirschen - aber 4x ohne Erfolg.
2x ist das Kitz (bereits ohne Flecken) abgesprungen, bevor ich mit dem Kescher drüber war. 1x war das Gras zu hoch und das Kitz konnte unter dem Kescher durchschlüpfen, bevor ich ihn ganz runterdrücken konnte. Und 1x ist das Kitz losgelaufen im gleichem Moment, als der Pilot „Jetzt runter!“ funkte. :/

Wenn Kitze schon so alt und bereit zum Absprung sind, stehen die Chancen zum Überleben aber nicht schlecht. Tendenziell flüchten sie dann auch vor dem Mähwerk.
Und wenn wir ein Kitz aufscheuchen, versuchen wir auch, es von der Weide weg zu treiben, damit es sich außerhalb der Gefahrenzone niederlässt.

Zusätzlich teilen wir dem/der Landwirt*in mit, wo wir wieviele Kitze nur Vertreiben konnten.

Das alles garantiert leider nicht das Überleben eines älteren Kitzes, aber … besser als nichts.

Wir sind nicht die einzige #Rehkitzrettung in der Gegend. Die meisten Hegeringe (das sind regionale Jagdverbände - ja, Jägersprache ist voll mit Euphemismen) haben Drohnenteams und es gibt andere Vereine außerhalb der Jäger und auch Privatpersonen, die Drohnensuche gegen Gebühr anbieten.

Im Video sieht man uns (weißer Bulli) und ganz am linken Rand evtl das Blinken einer anderen Drohne - das Team aus Oberneuland oder Borgfeld (weit weg deren 2 Autos).

Grüße gehen raus!