@MMagdowski Zweiter Punkt, den ich rauslese, ist eine komplette Geringschätzung von Schreiben und Texten in der Uni. Für viele Kolleg*innen hier an der Philologischen Fakultät IST aber Schreiben = Denken. Es reicht für uns auch im Zweifel nicht, ein Thema irgendwie "durchdacht" zu haben, sondern man muss das auch artikulieren und argumentieren können. Wer viel schreibt, weiß, dass viele Argumente und Gedanken sich auch erst beim Aufschreiben sortieren. Deswegen fällt das Lernenden so schwer. Die Idee, das muss man nicht mehr lernen, weil es ChatGPT gibt, ist Quatsch. (NB ersetze ich um Gottes willen auch meinen Taschenrechner nicht durch ChatGPT!) Gute Texte kann man schreiben, wenn man lange Zeit viele schlechte Texte geschrieben hat. Klar, die Texte selbst, als Produkt, brauchen wir meist nicht (obwohl ich schon ca. ein Dutzend wissenschaftliche Artikel basierend auf studentischen Arbeiten aus BA/MA/BSc/MSc publiziert habe). Aber auch hier kommt der Bildungsauftrag rein: den Studierenden zu sagen "klar lass es doch einfach von ChatGPT schreiben, das ist genauso gut" wäre falsch und sendet das falsche Signal. Stattdessen sagt eine Regel, die Kennzeichnung verlangt "du musst dir schon Gedanken machen, wie du die Tools einsetzt, und das auch reflektieren und begründen können; und am Ende muss aller Text DEIN Text sein" 2/x