Was für eine Abrechnung mit der CDU. Was für eine Abrechnung mit dem neuen Grundsatzprogramm, das praktisch nur eine Aneinanderreihung von Springer-Schlagzeilen ist. Was für eine Abrechnung mit, ohne ihn beim Namen zu nennen, Carsten Linnemann, der die Grundsatzkommission geleitet hat.

Und das in der rechten FAZ:

https://zeitung.faz.net/fas/feuilleton/2025-06-08/0dbe02eb86ca17504d075e79c464d881/?GEPC=s5

Es fehlt die intellektuelle Brandmauer

@csickendieck Das war gut und schon lange überfällig. Für so etwas lässt sich die FAZ trotz allem immer mal wieder noch gut lesen. Und die Union hat diese Abrechnung mehr als verdient. Der Linnemann, der außer kläffen gar nichts kann, sowieso.

@wackJackle @csickendieck

Das ist aber auch eine sehr „spezielle“ Interpretation angesichts der offensichtlichen Orientierung der Genannten am faschistoiden Konsens:

„Alle großen Parteien scheuen sich vor zu genauer inhaltlicher Festlegung, um die verschiedenen Milieus und politischen Orientierungen in ihren Reihen nicht über Gebühr zu verschrecken.“

@seufz @csickendieck Ne, das lese ich anders. Gerade die Union und SPD verstehen sich als 'Volksparteien' und die Grünen wollen auch dahin, wobei das schon nicht mehr für die SPD zutrifft. Aber die funktionale Ausdifferenzierung der Gesellschaft schreitet weiter voran. Es gibt schlicht nicht mehr wenige MIlieus wie früher, sodass es diesen 'Volksparteien' viel schwerer fällt ein Programm zu gestalten, welches konkret ist und eine deutliche Sprache spricht, jedoch gleichzeitig alle umarmt.
@seufz @csickendieck Von einem gut argumentierten intellektuellem Fundament ganz zu schweigen. Die haben sich ja alle seit spätestens den 90er Jahren dem Neoliberalismus versprochen, der es der Politik leicht gemacht hat, indem sie immer nur für ihren Rückzug, mehr Markt, weniger Unternehmenssteuern seien mussten. Ein riesen Grund für mich, warum der so erfolgreich ist. Er nimmt den Politikern die Arbeit, etwas gestalten zu müssen und gibt es dem Kapital.

@seufz @csickendieck Jetzt, wo mittlerweile allen klar ist, nach GFC und Pandemie, stehen sie vor ihrem eigenen Scherbenhaufen und weigern sich die Scherben aufzusammeln, noch irgendetwas neues vorzuschlagen.

Das Ende des Liberalismus zeigt sich auch genau darin. Die würden vielleicht sogar gerne, aber sie haben keine Ahnung, was. Links und sozialistischer haben sie ja ausgeschlossen am Ende der Geschichte.

@wackJackle So wird ein Schuh draus! Genau meine Beobachtung.
@wackJackle Das hat aber auch - und ich weiß dass das jetzt sehr grobschlächtig anmutet - etwas damit zu tun, dass alle Ihrer Aufgabe treu bleiben, der Kapitalakkumukation möglichst wenig im Weg zu sein.
Mir fällt keine Gruppe abhängig Beschäftigter mehr ein, die nicht zB unter der Beschissenheit der Arbeitsbedingungen leiden würden.
Warum diese in der Mehrheit lieber „Ausländer“ hassen, verstehe ich intellektuell, ansonsten nicht.
@seufz Ja, bleibt wie immer das zentrale Motiv. Und unterschätze niemals das Kleinbürgertum und dem ihr Stabilität gebenden Nationalismus. Immer noch der gemeinsame Nenner des Bürgertums. Um den am Laufen zu halten, braucht es auch immer so etwas wie 'the other', wofür die 'Ausländer' schon immer gut hergehalten haben.
@wackJackle Das ist so irre! Eingefräst in das Bewusstsein und immer die willkommene Abzweigung, wenn sich das Denken doch mal einem kritischen Punkt nähern sollte. (Sozialismus = „schlimm“)