Ich habe immer wieder mal über die Thematik nachgedacht, dass/ob #Medienkompetenz/#Medienbildung ein eigenes #Schulfach sein sollte. Hier mal ein paar Gedanken, ein 🧵.

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Ich verstehe grundsätzlich die Argumente dagegen: nicht alles, was im Leben relevant ist, muss gleich ein eigenes Schulfach werden (Finanzen, ...), oft sind darunterliegende Grundlagen wichtiger als die konkrete Anwendung. Ich verstehe auch grundsätzlich den Ansatz, dass die Kultusminister sagen, #Medienbildung soll Querschnittsthema sein, also fachübergreifend in jedem Fach mit behandelt werden. Nachvollziehbar daher, dass Medien/Kommunikation natürlich mit allen Bereichen unseres (2/5)
Lebens verwoben sind, überall mit reinspielen. Allerdings muss ich sagen, dass ich den Eindruck habe (der durchaus empirisch untermauert ist), dass wir mit dieser Querschnitts-Strategie bisher leider krachend scheitern: Wir sehen intensive und weiter steigende Nutzung und gleichzeitig deutlich zu wenig Strukturwissen und Skills im Umgang damit. Auch das scheint mir wieder logisch: wie sollen Lehrkräfte sich (1) das komplexe Thema nebenbei mal eben erarbeiten und (2) das irgendwie (3/5)

zwischen all die anderen Themen aus dem Lehrplan quetschen bzw. damit integrieren? Das erfordert wirklich viel und oft fehlt die Zeit dafür.

Daher mein umgedrehter Gedanke: wenn es nun doch ein eigenes Fach wäre (inhaltlich gibt es das sicher her, so breit wie das Thema ist) könnte dann der Querschnittsgedanke nicht auch anders herum funktionieren? Kann nicht das Fach integrativ sein und selbst aufzeigen, inwiefern und wo es Überschneidungen gibt?

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Meine Diszplin, die Kommunikationswissenschaft, tut im Grunde genau das. Es ist eine integrative Wissenschaft, die sich konkret der Nutzung und Wirkung von (Massen-)Medien widmet, aber Überschneidungen mit Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie hat. Trotzdem kann man es als "eigenes" Fach studieren. Mir scheint das für die Schule ebenso anwendbar.

Was meint ihr?

#FediLZ #FediEltern #Schule #Bildung (5/5)

@DresdnerForschungswerk

Schon nach dem Gespräch gestern war ich nicht überzeugt.

Es dürfte bereits schwierig werden dafür eine Akzeptanz bei den Lehrern und Eltern zu finden.

Gleichzeitig würde es von den Lehrern dieses Faches überdurchschnittliche Fähigkeiten in diesem Bereich verlangen. Nur gibt es derzeit niemanden, der darin ausgebildet ist.

Zuletzt wäre Medienbildung wieder eine Verengung. Ich würde lieber sehen, dass Grundkompetenzen vermittelt werden, die man sowohl für die...

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@DresdnerForschungswerk

...Gedichtanalyse, die Berechnungen der von der Bank vorgeschlagenen Investitionsmöglichkeiten oder ben den letzten Post eines Influencers anwenden kann.

#KritischesDenken #Lösungsorientierung
#Kreativität
#Geduld
#Zuversicht

@Der_zuversichtliche_Daniel Ich bin selbst noch nicht ganz sicher, was ich denken soll - daher einfach mal meine Gedanken. Es müsste natürlich dafür gesorgt werden, dass Lehrer ausgebildet werden, dieses Fach zu unterrichten, das ist klar. Und den übergeordneten Wert einer vermittelten Fähigkeit muss ja immer aufgezeigt werden (man denke an Mathe...), das wäre hier nicht anders. Wenn ich kritisches Denken im Medienkontext schule, nutzt mir das auch in anderen Bereichen. Eine Verengung sehe ich nicht zwingend...