Exklusives Lobbyevent: Diese Woche finden wieder die „Familienunternehmer-Tage“ statt. Was klingt wie ein flauschiges Familienevent ist knallharte Lobbyarbeit von Konzernen und Vermögenden. Kanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche sind als Gäste angekündigt.

Der Verband „Die Familienunternehmer” ist eine mächtige Lobbyorganisation, die unter dem Label „Familie“ u.a. Lobbyarbeit gegen die stärkere Besteuerung von Reichtum macht. Dazu arbeiten sie oft Hand in Hand mit anderen Lobbyakteuren des großen Geldes. 👉 https://www.lobbycontrol.de/reichtum-und-einfluss/die-lobby-der-superreichen-gegen-die-besteuerung-von-reichtum-119795/

Mitglieder im Verband sind überwiegend große Unternehmen und Konzerne, keinesfalls „die Wirtschaft“ oder gar alle Familienunternehmen. Für diese lobbyiert der Verband ua für die Senkung von Konzernbesteuerung.

Solche exklusiven Lobbyforen schaffen privilegierten Zugang für die Lobby des großen Geldes: Hier werden Lobbykontakte zu hochkarätiger Politikprominenz geknüpft, um die eigenen Interessen und Botschaften zu verbreiten.

👉 Die Politik sollte zu mächtigen Lobbyakteuren den nötigen Abstand halten. Das gilt besonders für die CDU, denn Kanzler Merz’ neues Personal hat eine auffällige Lobbynähe: https://www.lobbycontrol.de/aus-der-lobbywelt/lobbypersonal-interessenkonflikte-am-kabinettstisch-121313/

Exklusive Events sind nicht der richtige Ort, um über die Zukunft der Wirtschaftspolitik zu beraten!

Lobbypersonal: Interessenkonflikte am Kabinettstisch

Die Regierung Merz ist eng mit wirtschaftlichen Interessen verbandelt. Auffällig sind vor allem enge Verbindungen zum Lobbyverband Wirtschaftsrat und zur Gaslobby.

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