Ein besonders perfider und weitreichender Dstenschutz-Verstoss. Hier könnte nach meiner Einschätzung durchaus die Höchstgrenze der DSGVOfür ein Bußgeld angesetzt werden, 4% des weltweiten Jahresumsatzes. Im Falle von Meta wären das dann rund 6 Milliarden Euro. Dazu dürften hohe Schadensersatzzahlungen durch Sammelklagen kommen.

https://www.heise.de/news/Fiese-Schnueffelei-Meta-und-Yandex-spionierten-Nutzer-ihrer-Android-Apps-aus-10425177.html

Fiese Schnüffelei: Meta und Yandex spionierten Nutzer ihrer Android-Apps aus

Wie Sicherheitsforscher herausfanden, schleusen Tracking-Pixel persönliche Daten aus dem Browser an die Apps und Server der Anbieter. Meta hat bereits reagiert.

heise online
@ulrichkelber hi 😀​ warum hat es unter deiner leitung solche strafen nicht gegeben?
@ehtron Weil meine Behörde nicht die rechtliche Zuständigkeit hatte. Im Europäischen Datenschutzausschuss waren wir allerdings die treibende Kraft, bei grenzüberschreitenden Fällen Bußgelder gegenüber Entwurf der federführenden Behörde zu erhöhen
@ulrichkelber @ehtron Im Auslegungssache-Podcast von heise ist mir schon öfter aufgestoßen, dass einige LfDIs (oder ehemalige) meinten: Wir bevorzugen Beratung vor Strafe. Aber wenn ich dann sehe, das Unternehmen für Nichteinhaltung des State of Arts von vor 20 Jahren zum Teil nichtmal Strafen bekommen, dann frag ich mich da schon. Bsp. Mietwagenfirma mit offenem SMB-Share im Netz mit Backups, Webdienste mit offenem SQL mit allen Kundendaten und viel mehr…
Die 6Mrd tun sich doch ganz gut zu den 450Mio von Vodafone, oder?
@stefanrower Das ist eine 0 zuviel bei Vodafone.
@ulrichkelber in diesem Zusammenhang vielleicht der Hinweis, wenn möglich die Browser Version zu nutzen und nicht für jeden Webbasierten Dienst eine extra APP zu installieren.
@montag @ulrichkelber Mein Reden. Facebook hatte sich bei den persönlichen Nachrichten gesperrt und meinte, wenigstens da müsste eine App her. Wenn ich den Browser auf Desktop-Ansicht gestellt habe, hatte aber plötzlich doch funktioniert. 🧐
Bin zum Glück da jetzt ganz weg…

@montag @ulrichkelber
Bin mir fast sicher, daß Facebook & Co schon vor vielen Jahren absichtlich unbenutzbar gemacht wurden für mobile Browser.

Und bei Instagram gibt es Funktionen, die meines Wissens nur aus der App heraus funktionieren, auch nicht im Webbrowser auf einem "richtigen Computer".

@ulrichkelber

Aus dem Artikel:

▶️ Am Tag der Veröffentlichung der "Local Mess"-Studie hörte ihr Trackingpixel auf, Pakete oder Anfragen an "localhost" zu senden, der entsprechende Programmcode ist fast vollständig verschwunden.◀️

Man hatte wohl einen Plan - in doppelter Hinsicht: Einen für die Betriebsphase und einen für den Tag, wo man auffliegt.

Btw: Wenn es Yandex seit 2017 ist, hätte es seitdem auch die NSA sein können: Wir werden nie erfahren, ab wann unser "Horch & Guck" davon wusste.

@ulrichkelber Ich fürchte nur, dass die zuständigen Behörden das erst sehr lang untersuchen und dann nur eine symbolische Strafe erlassen, weil Fratzenbuch sonst mit Trump droht, der wieder Zölle hochziehen könnte.

@ulrichkelber Kreative Methode.

Das wird die irische Aufsichtsbehörde bestimmt wieder in die Länge ziehen.

@ulrichkelber ach deswegen nutze ich die apps nicht
@ulrichkelber Was Sammelklagen angeht, sollte man ggf. Christian Solmecke im Auge behalten. Er hat ja schon mehrere solcher Klagen geführt.
@Ulrich Kelber Der eigentliche Vorsatz zu diesem Gebaren lässt sich meiner Meinung nach nur noch als „kriminell“ bezeichnen und verlangt nach einer entsprechenden vom Gesetz bestimmten Reaktion. Wir erinnern uns an den Abgasskandal von VW. Die finanziellen Strafen waren nicht von Pappe und dürften auch gewirkt haben.
@ulrichkelber
Das ist ja das verrückte an der DSGVO - die Vergehen haben sicher mehr als das eingespielt, und was das Schlimmste ist: Weder wird Meta damit aufhören, noch wird es irgendeine Art von Zerstörung der illegal genutzten Daten geben, und schon gar keinen Schadenersatz für Betroffene.
@koehntopp Zuständige Behörde könnte die Löschung der Daten anweisen. Wenn diese mit anderen vermengt sind, Metas Problem. Und ich bin mir sicher, dass die Schadensersatzklagen durchkommen

@ulrichkelber

Ich lese seit > 10 Jahren, was Meta alles Böses tut, und das nimmt Jahr für Jahr größere Ausmaße an.

Hin und wieder hört man mal von Strafzahlungen, aber das war's dann.

Was ich nicht sehe, ist dass der technische Betrieb von Facebook dadurch auch nur *irgendwie* anders wird.

@koehntopp @ulrichkelber mich persönlich stört, dass diese Strafzahlungen nie empfindlich sind.

Datenschutzvergehen? Ok gern. Pauschalstrafe von 50% des globalen Umsatzes + garantierter Schadensersatz für Betroffene in Höhe von €1000 pro Daten-Attribut.

@koehntopp @ulrichkelber Könnte daran liegen, dass die "Strafzahlungen" grossteils in einer Höhe liegen die bei Meta nicht mal in der Portokasse auffallen.. selbst die kürzlichen 200+500 Millionen.. das holen die in ein paar Tagen wieder rein.
Da gehören *richtige* Strafen verhängt, wie bei anderen chronischen Rückfalltätern.. 10% vom Jahresumsatz oder so, damit's weh tut.
@ulrichkelber Das Vorgehen ist für meine Augen von Malware nicht zu unterscheiden: Verdeckte Kommunikation mit c&c Servern, Apps und Webseiten enthalten Schadcode... ich habe beim Schreiben der Meldung ein wenig gestaunt.
@christopherkunz @ulrichkelber
Manchmal ist das so. Mein reibt sich die Augen und kneift sich in den Arm, aber dieser merkwürdige Traum endet einfach nicht.