Nach rund einem Jahr haben wir nun endlich den individuellen Sanierungsfahrplan vorliegen. Bei dem der aktuelle Energiebedarf des Mehrfamilienhauses und seiner 14 Parteien für Heizung und Warmwasser auf Basis eines „Normnutzers" berechnet wurde. Was dazu führt, dass die Ist-Angabe im iSFP 100 kWh/m²a über dem bekannten realen Verbrauch liegt.

Schon toll, so ein „individueller" Sanierungsfahrplan.

#isfp #IndividuellerSanierungsfahrplan #Energieberatung

@musenhain

Pippi Langstrumpf engagiert? 🤔

@cocolowres Die Hausverwaltung hat die Firma angeschleppt. Wegen einer bereits laufenden Sanierungsmaßnahme wäre ein Wechsel zwischendrin schwierig gewesen (und der iSFP wurde primär mit Blick auf die dadurch erhöhte Förderung für die Maßnahme beauftragt), mit dem heutigen Wissen würde ich mich mit Händen und Füßen gegen die Beauftragung der Firma wehren.´

@musenhain

Wild guess: musst du eventuell auch jetzt? 😬

@cocolowres Es herrscht mittlerweile Konsens, dass bei weiteren potenziell noch zu beauftragenden Dingen ein Bogen um die Firma gemacht werden wird.
Beim iSFP ist der Zug abgefahren. Da kann ich höchstens noch versuchen auszuhandeln, dass man sowieso nur mit Werten gefütterte Software noch einmal mit von uns übermittelten Daten (wie eben realen Verbrauchswerten) füttert und uns das Ergebnis zukommen lässt, das dann vielleicht besser als Entscheidungshilfe taugt.

@musenhain

Der einfache Weg (HV - ich verstehe sie durchaus) wird nicht immer ein leichterer sein... 🙃

@cocolowres Klar, für die HV ist „ein Anbieter für alles" eine enorme Erleichterung. Und unsere Zuständige ist bemüht, aber vollkommen überlastet.
Wenn das Ergebnis des Anbieters für einen nicht gerade kleinen Preis dann allerdings nur bei ein paar Details nützliche Information liefert und im Gesamtbild nicht wirklich weiterhilft, müssen wir uns anderweitig umsehen. Von einem besuchten Vortrag habe ich zumindest schon mal eine Adresse in petto.

@musenhain

Es muss sich bei euch ja um Eigentümer handeln (sonst wüsstest dus nicht?), die zu managen ist für HVs deutlich schwieriger (oft burn-out-garant) als das 'konventionelle' Gebiet. Kenne auch nahezu keine EG, die voll zufrieden mit der HV wären. M.E. müsste die HV deutlich mehr Kosten verursachen aufgrund des Arbeitsaufwands. Und das zieht, neben (bzw verstärkend) Mangel an Fachpersonal, Probleme und weitere Kosten an. Aber ich bin keine Expertin. Hoffe, ihr bekommt das gut gelöst! 🤞

@cocolowres Ja, das ist hier größtenteils selbst bewohntes Eigentum mit sehr wenig Fluktuation. Die Kommunikation untereinander funktioniert. Im Vergleich zu dem, was ich an Berichten von Versammlungen so kenne, herrscht hiesig ein paradiesnaher Zustand.

Die HV geht mittlerweile übrigens den von Dir gedachten Weg: Weniger Kundschaft, erhöhte Preise und mehr Einzelvergütungen für besonderen Arbeitsaufwand. Wogegen es kundenseitig auch keinen Widerstand gab - der wird sich erst bzw. nur dann einstellen, wenn Dinge zukünftig genauso lange liegenbleiben wie bisher.

Der iSFP wiederum erfüllt ja durchaus seinen Zweck und bezahlt sich mittelbar über die dadurch erhöhte Förderung einer Maßnahme. Was sich an dessen Aussagekraft noch verbessern lässt, wird sich zeigen. Die gestern präsentierent habende Ingenieurin machte zumindest den Eindruck, dass sie mit sich reden ließe. 🙂

@cocolowres Nachtrag: Die Ingenieurin hat mit sich reden lassen. iSFP und die zugehörige Umsetzungshilfe liegen jetzt tatsächlich zusätzlich in einer Version vor, die unsere realen Energieverbrauchswerte berücksichtigt.

Ich hatte ja eher mit einer freundlichen Ablehnung meines Ansinnens gerechnet, musste aber wider Erwarten gar nicht lange Überzeugungsarbeit leisten.

@musenhain

Oha, ein Wölkchen an Wohlgefallen? Schön, dass es doch geklappt hat! 😃

@musenhain
Ein Jahr ist natürlich indiskutabel.
Die Sanierungsmaßnahmen müssen aber auch vergleichbar sein. Das geht nunmal nur mit Normverbrauch sinnvoll.
Für 500 Euro zu erwarten dass da über Jahre der Verbrauch monitort wird finde ich vermessen.
@Jerschte Ich find's ja eher vermessen, weder die Kosten noch unsere Erwartungen zu kennen, aber trotzdem dafür schon mal eine Einschätzung parat zu haben. 🙂

@musenhain

Viel mehr war es sicher auch nicht. Gerade in einem MFH ist es nunmal relativ sinnfrei nicht mit Normverbrauch zu rechnen. Da zieht dann jemensch neues mit anderem Nutzungsverhalten ein und die ganze Berechnung ist für die Tonne.

@musenhain Voll super! (Gna.)
@notenblog Auf Basis der Fantasiebedarfswerte sieht natürlich fast jede Sanierungsmaßnahme auch bei hohen Kosten sinnvoll aus. Die im iSFP prognostizierte Auswirkung auf den Energiebedarf gibt eigentlich bei allen Maßnahmen an, dass wir nach der Sanierung immer noch oberhalb unseres derzeit realen Bedarfs landen. 🤡
Inwieweit die prozentuale Verbesserung der Werte im iSFP dann auf unsere realen Gegebenheiten wenigstens halbwegs zu übertragen wäre, da bin ich gerade noch sehr skeptisch …
@musenhain herzlichen Glückwunsch. mein #iSFP hat auch ein Jahr gebraucht. Ich hatte schon Zweifel, ob der Berater überhaupt noch was liefert oder das Projekt heimlich in die Tonne getreten hat. Nach seinem IST-Verbrauch würde ich 6500l Heizöl im Jahr brauchen, und nicht 2500 (oder weil ich knausrig bin noch weniger).
Bei einem Bekannten hat der Berater den tatsächlichen IST-Verbrauch reingeschrieben, und nach dem 1. Schritt würde der Verbrauch steigen. das kann auch verwirren. #energieberatung

@KarlE Bei einem Mehrfamilienhaus mit 40+ Parteien, hauptsächlich vermietet und alle 5 Jahre hat sich ein Drittel der Bewohnerschaft geändert, da mag das mit dem Normnutzer Sinn ergeben.
Bei einem Einfamilienhaus, in dem Bewohner oft ihr halbes Leben verbringen, finde ich die Normnutzerrechnerei noch aberwitziger als in unserem Fall, in dem es auch kaum Fluktuation gibt.

Abgesehen davon: Die Energieberatung sitzt da ja nicht nächtelang mit einem Rechenschieber und berechnet aufwendigst Einzelwerte, sondern die machen das ja über Software. Da sollte es eigentlich zumindest programmtheoretisch kein Problem darstellen, die Werte des Gebäudes einmal mit Normnutzern und einmal mit den aktuellen Realverbräuchen zu verknüpfen und beide Ergebnisse zur Verfügung zu stellen.