𝐃𝐢𝐞 𝐟𝐞𝐢𝐠𝐞 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐠𝐞𝐧𝐛𝐨𝐠𝐞𝐧𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐫 Eine liturgische Schmährede für die falschen Freunde der Freiheit Thread 1/
𝐈. 𝐈𝐧 𝐡𝐨𝐜 𝐬𝐢𝐠𝐧𝐨: 𝐂𝐚𝐬𝐡 Sie kamen im Zeichen des Regenbogens,trugen die Farben wie ein Abzeichen-nicht aus Überzeugung,sondern als Marketingtool,nicht aus Mut,sondern aus Kalkül.Tiffany & Co. ließ’s funkeln,Dyson wehte d Staub d Diskriminierung auf,Disney versprach Träume für alle-solange sie zahlten
Doch kaum kräht ein rechter Hahn dreimal, verleugnen sie alles. Nicht bloß Judas hätte diese PR-Strategen beneidet-er hat wenigstens 30 Silberlinge erhalten. Die Konzerne? Nur ein paar Prozentpunkte in den Quartalszahlen Was war der „Corporate Pride“ anderes als eine Imagepolitur mit Glitterfinish?
Eine Pride, sterilisiert, entpolitisiert, ausgehöhlt – wie ein Werbespot zur Diversity Week. Ein pervertiertes Theater, bei dem Queerness Staffage war, dekorativ wie Schaufensterpuppen – solange sie nicht zu viel Raum einnahmen.
Jetzt, da der rechte Mob pöbelt, werden sie eingesammelt wie missliebige Plakate: „Sorry, wir sind raus. Unsere Integrität ist leider nur bis zur nächsten Kampagne gültig.“ Ein Konzern hat Rückgrat? Nur wenn man ihn senkrecht lagert.
𝐈𝐈. 𝐃𝐢𝐞 𝐟𝐞𝐢𝐠𝐞 𝐑𝐞𝐩𝐮𝐛𝐥𝐢𝐤 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐨𝐠𝐨𝐬 Sie nennen es „Risk Management“. Ich nenne es: feiges, profitgeiles Wegducken vor den Kräften, die lieber wieder zurück ins Amerika der 50er wollen – hetero, weiß, unterwürfig. Und die Konzerne kuschen, schneller als man „Shareholder Value“ sagen kann.
Die Banken (Citi, Capital One), die Speditionen (UPS), selbst die Lieferdienste (DoorDash!) – alle auf Rückzug. Und Disney? Der selbsternannte „dream maker“ kneift vor dem Albtraum der Realität,
wenn Queerness nicht mehr nur als Sidekick mit pinker Federboa daherkommt, sondern als politische Forderung. Stolz ist kein Produkt. Und wer ihn verkauft wie ein T-Shirt, darf sich nicht wundern, wenn er ihn wie Ramsch behandelt.
𝐈𝐈𝐈. 𝐄𝐢𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢 𝐚𝐮𝐬 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧 Pride war nie für euch da. Sie war nicht für eure Werbeagenturen, nicht für eure Produktplatzierungen auf CSD-Trucks, nicht für eure Diversity-Schulungen, bei denen man queere Mitarbeitende wie seltene Orchideen bestaunt.
Pride ist geboren aus Gewalt. Aus Stonewall. Aus der Faust der Transfrau, die sich wehrte. Aus dem Schrei des Drag-Queens, der man den Lippenstift aus dem Gesicht prügelte.
Pride ist kein Partyservice. Sie ist ein Aufschrei – gegen Unsichtbarkeit, gegen Verachtung, gegen das laue Lächeln der sogenannten „Allies“, die in der Stunde der Not schweigen wie Grabsteine.
Was heute fehlt, ist kein Sponsoring – es fehlt der Mut. Der Mut, Flagge zu zeigen, wenn sie wieder brennt. Der Mut, sich nicht wegzuducken, wenn Faschisten wieder Listen führen.
Und ja, das ist keine Übertreibung – es ist die Welt, in die wir zurückstolpern, mit der stillen Komplizenschaft derer, die einst unsere Freunde zu sein vorgaben.
𝐈𝐕. 𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐨𝐫𝐚𝐥: 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐦𝐞𝐧𝐭𝐞 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐤𝐚𝐩𝐮𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐀𝐥𝐥𝐢𝐚𝐧𝐳 Lasst sie gehen, diese Firmen mit ihren ESG-Berichten voller Lügen. Lasst sie verschwinden in der Fußnote der Geschichte, wo sie hingehören – zu den Windfahnen der Moral, zu den Speichelleckern des Kapitalismus.
Denn wir, die Queeren, waren nie für sie da. Wir waren immer füreinander da. Und das werden wir auch bleiben. Ob mit oder ohne Disney, UPS oder dem Eau de Parfum von Nivea. Denn Stolz lässt sich nicht kaufen. Aber Rückgrat – das scheint verdammt günstig zu haben zu sein. 𝐀𝐦𝐞𝐧.
Kolumne der Facebookseite Humanistmuss: Kontext / Bezug: popular.info/p/pride-and-...

19 companies pulling back thei...
19 companies pulling back their support for Pride

For years, major corporations publicly celebrated the LGBTQ community.

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