Wisst ihr, was mich an diesem ganzen "früher hat ein Gehalt zum Leben gereicht" Gefasel so nervt? Also außer dass das Patriarchat einen Harten kriegt? Das es so bodenlos unehrlich ist. Wenn die Leute leben würden wie früher, ginge das sicher auch von einem Gehalt.
Auto? Nein. Urlaub? Wandern im Wald. Fleisch? Sonntags. Wurst und Käse? Nur auf Papas Schichtenbrot. Essen gehen? Nope. Also das, was heute als arm gilt.
"There's someone wrong on the Internet"

du hast ja durchaus einen Punkt… ohne Eigenheim, Fernurlaub und PKW können sich die meistenschon relativ gut über Wasser halten.

Aber leider übersiehst du Details wie z.B. dass sich halt die Preisstrukturen stark verschoben haben. Frühere Luxusgüter (Elektronik, Fahrzeug, Urlaub, Unterhaltung, …) sind heute spottbillig geworden. Ja, das kann man sich noch immer sparen, aber es macht nicht so viel Unterschied wie es früher gemacht hätte.

Wohnraum ist dramatisch teurer geworden, gleichzeitig "will" heute keiner mehr mit 8 Personen auf 60m² und mit Außenklo leben.

Löhne/Gehälter sind für Otto Normal eher die letzten Jahrzehnte gesunken (inflationsbereinigt) und man hat's nur nicht so gemerkt weil lange Dinge biliger wurden. Jetzt merkt man es halt hart.

Und dann das ganze Wahrnehmungs-Ding… klar geht es dir heute besser als vor 100 Jahren, aber das ist nicht dein Vergleichswert. Verbesserungen werden immer sofort als gegeben akzeptiert, verschlechterungen ("Meine Eltern konnten Haus bauen, ich nicht") hingegen deutlich wahrgenommen.

Du müsstest mindestens definieren welches "Früher" du meinst, würdest du sinnvoll argumentieren wollen.
@dat Wo lebst du, dass Auto und Urlaub spottbillig sind? Aber ja, Preisstrukturen haben sich auch verändert, aber du erwähnst doch genau das, was ich anmerkte: mach verklärt die "guten Seiten" und ignoriert die Negativen.
Ich wiederhole: du musst aber halt angeben welches "Früher" du als Vergleich meinst.

Im Vergleich zu vor 100 Jahren? Sicher… vieles besser heute!

Zu vor 50 Jahren? Auch noch.

20 oder 10 Jahre? Könnte knapp werden?
@dat Auch vor 10 Jahren konnte niemand komfortabel von einem durchschnittlichen Einkommen eine Familie ernähren. Ich sage gar nicht, dass man Missstände nicht benennen soll. Es geht um diese Verklärung und Romantisierung. Stichwort Tradwives
von 3500€ brutto ging das nicht? Für Niemanden? Soso…

https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/tabII7.pdf

"durchschnittliches Einkommen" ist halt auch schon schlecht definiert. Gegenbeispiel: 4.659€ Brutto mag jetzt eine Art Durchschnitt sein… ist aber halt nicht die Größenordnung derer bei denen wir jetzt über Probleme reden.
@dat Ok, wo konntest du vor 10 Jahren für 3.500 brutto, aka ca. 2.000 netto komfortabel 4 Personen versorgen? Inklusive Urlaub und Auto?
Ich sag mal… Zwickau. ziemlich niedrige Mieten, kein Bedarf für Zweitwagen, weil städtisch, relativ niedrige Lebenshaltungskosten.

(ist eine dumme Frage, verdient eine dumme Antwort)
@dat Ahja, Zwickau, der bundesdeutsche Durchschnitt... Ich sehe, du bist am "gotcha " interessiert, nicht an Dialog. Ich nicht. Bye.
@Giliell du fragtest "Wo", ich gab dir eine Antwort

Beschwer dich nicht dass Leute auf Dinge antworten die du real fragst, statt auf viel sinnvollere Dinge die du nicht fragst!

Weder verdienen Bewohner Zwickaus bundes-durchschnittlich, noch sollte man den Durchschnitt überhaupt beachten (wie bereits geschrieben ist der nur verzerrend und liegt viel zu hoch um relevante Problem daran zu messen), noch sind 10 Jahre imho eine sinnvolle Vergleichszeit.

Du hast nur kein sinnvolles Argument dargelegt. Du hast nur ein "alles nicht so wild" in die Gegend gerülpst, das faktisch noch schlechter durchdacht war als der Standpunkt gegen den du argumentierst.

Und ich widerspreche dir nicht mal! Ich bin zu grossen Teilen deiner Meinung, aber glaube dass das nicht ganz so einfach ist.
@dat Du bist absolut nicht in der Lage, eine Diskussion zu führen. Oder sinnentnehmend zu lesen. Bye.