Wisst ihr, was mich an diesem ganzen "früher hat ein Gehalt zum Leben gereicht" Gefasel so nervt? Also außer dass das Patriarchat einen Harten kriegt? Das es so bodenlos unehrlich ist. Wenn die Leute leben würden wie früher, ginge das sicher auch von einem Gehalt.
Auto? Nein. Urlaub? Wandern im Wald. Fleisch? Sonntags. Wurst und Käse? Nur auf Papas Schichtenbrot. Essen gehen? Nope. Also das, was heute als arm gilt.

Wirklich jammern auf hohem Niveau von @Giliell in meiner Timeline. 24h vorher wäre das ja ein Beitrag zum Vatertag gewesen, aber so sind diese Gedanken schwerlich einzuordnen, Fragen über Fragen.

Auto, welches Auto? Urlaub, welcher Urlaub? Wandern im Wald? Welcher Wald ist den noch ohne Auto zu erreichen? Fleisch? Oft das billigste was man sich im Supermarkt noch erlauben kann, damit Sonntags überhaupt was da ist. Wurst und Käse? Schichtenbrot? Essen gehen? Ist das ein Euphemisms fürs Tafeln? Da scheint es ja eine richtig krachen zu lassen. "Aber man wird doch noch mal von der Armut genervt sein dürfen wenn das eigene Unrechtsempfinden gestört ist."

@hakre Schatzi, dir mangelt es an Leseverständnis. Ich bin nicht genervt von Armut. Ich habe klar benannt, dass diese Zustände als arm gelten. Ich wende mich gegen die Romantisierung dieser Verhältnisse. Aber das willst du nicht verstehen.
@Giliell Wer Romantisiert den diese Verhältnisse? Hilf mir doch zu verstehen, wer dich nervt. Und gerne einfallsreichere Diminutive wenn Du mich necken willst.
@hakre Wenn du ernsthaft Interesse hättest, hättest du gefragt, statt bei deinen Follower*innen über mich herzuziehen.

@Giliell Autsch, lerne ich doch gerne dazu. Meine Wenigkeit betrachtet Folgende auch nicht so. So ist der Schluss den Du soeben zogst ganz schön krass in meinen Augen und erfordert eine sofortige Entschuldigung von meiner Seite. Möge die Flamme meines gerade geweckten Interesses an unserem Austausch nicht gleich wieder erlöschen in diesem Sturm in dem wir aneinander geraten sind und lass uns die Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit eine Brücke zur Harmonie sein. Das stelle ich auch gerne bei den mir Folgenden noch mal ausdrücklich fest, und zwar so oft es nötig sein sollte. Du musst es mir auch nicht verraten, deswegen ziehe ich weder Ernsthaftigkeit noch solidarischen Umgang mit den Armen und anderen Unterdrückten in Zweifel und ich möchte auch niemals, das dieser Eindruck bei den mir Folgenden, gleich jedweden Geschlechts oder sexueller Präferenz, entsteht. Lass uns die Kraft der Worte huldigen und nachdem wir unsere Wunden geleckt haben zum gemeinsamen Leseverständnis beitragen.

Das war mir wichtig zu antworten noch bevor ich das Handbuch zu Rate ziehe wie private(?) Nachrichten verteilt werden. Den Schuh ziehe ich mir gerne an. Romantisierungen bezeugen wenig Wissen über die gemeinsame Geschichte des Widerstands, sind selten tauglich. Da gehe ich sehr gerne mit.